Thyssenkrupp lotet Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte aus
Veronique HänelThyssenkrupp lotet Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte aus
Thyssenkrupp prüft Teilverkauf seiner Wälzlager-Sparte Rothe Erde
Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt den Verkauf eines Minderheitsanteils von etwa 30 Prozent an seiner profitablen Tochter Rothe Erde. Das Unternehmen bestätigte, dass es derzeit Angebote für den Anteil prüft. Mit diesem Schritt könnte frisches Kapital beschafft werden, während die Kontrolle über die ertragsstarke Sparte erhalten bleibt.
Die deutsche Industriegruppe hat Rothe Erde im Rahmen ihrer übergeordneten Strategie unter die Lupe genommen. Ein möglicher Deal könnte die Sparte auf rund 1,5 Milliarden Euro (etwa 1,8 Milliarden Dollar) bewerten – ein Beleg für ihre starke Marktposition und finanzielle Attraktivität.
Thyssenkrupp bezeichnet Rothe Erde als einen zentralen Vermögenswert, der sowohl profitabel als auch wertvoll sei. Das Unternehmen zeigt sich offen für alle Optionen, hat jedoch keine konkreten Käufer genannt. Bisher wurden auch keine Firmen öffentlich mit dem Anteil in Verbindung gebracht. Ein Teilverkauf würde es Thyssenkrupp ermöglichen, neue Mittel zu erschließen, ohne den operativen Einfluss auf die Sparte zu verlieren. Die Gruppe prüft jedes Angebot sorgfältig, bevor eine Entscheidung fällt.
Die Prüfung des Rothe-Erde-Anteils unterstreicht das Bestreben von Thyssenkrupp, die finanzielle Flexibilität zu stärken. Sollte der Deal zustande kommen, würde er dem Konzern zusätzliches Kapital verschaffen, während die Sparte weiter zum Unternehmen gehört. Das endgültige Ergebnis hängt von weiteren Verhandlungen und den Marktbedingungen ab.
