Teilzeitarbeit in NRW erreicht Rekordwert – jede zweite Frau betroffen
Veronique HänelFast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitete 2025 in Teilzeit - Teilzeitarbeit in NRW erreicht Rekordwert – jede zweite Frau betroffen
Neue Zahlen zeigen einen stetigen Anstieg der Teilzeitarbeit in Nordrhein-Westfalen (NRW). Stand Juni 2025 arbeitete fast jeder dritte Beschäftigte im Land in Teilzeit. Der Trend weist in den vergangenen zehn Jahren ein deutliches Wachstum auf – sowohl bei Frauen als auch bei Männern.
Die aktuellen Daten belegen einen starken Anstieg der Teilzeitbeschäftigung seit 2015. Bei Frauen stieg die Zahl derer, die in reduzierter Stundenzahl arbeiten, um über 28 Prozent. Mittlerweile ist jede zweite erwerbstätige Frau in NRW in Teilzeit beschäftigt, während es bei den Männern nur jeder siebte ist.
Doch auch bei Männern zeigt sich ein bemerkenswerter Wandel: Die Zahl der teilzeitbeschäftigten Männer kletterte im gleichen Zeitraum um mehr als 63 Prozent. Insgesamt erreichte die Teilzeitquote des Landes bis Mitte 2025 30,4 Prozent.
Regionale Unterschiede fallen in den Zahlen besonders auf. Sonsbeck im Kreis Wesel verzeichnete mit über 51 Prozent die höchste Teilzeitquote. Demgegenüber wiesen Rheda-Wiedenbrück (15,6 Prozent) und Verl (15,8 Prozent) die niedrigsten Werte im Land auf.
Die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in NRW lag zum 30. Juni 2025 bei rund 7,3 Millionen.
Die Daten bestätigen einen klaren Aufwärtstrend bei der Teilzeitarbeit in NRW. Da mittlerweile die Hälfte der berufstätigen Frauen in reduzierten Arbeitszeiten arbeitet, spiegelt sich darin ein grundlegender Wandel der Beschäftigungsstrukturen wider. Gleichzeitig unterstreichen die Zahlen erhebliche regionale Unterschiede in der Verteilung von Teilzeitarbeit innerhalb des Landes.
