Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Verdacht auf illegale Abfallentsorgung wieder auf
Hiltrud BolnbachWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Verdacht auf illegale Abfallentsorgung wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wegen des Verdachts auf illegale Abfallentsorgung wieder aufgenommen worden. Die Bezirksregierung Arnsberg gab nach einer eingehenden Prüfung der Bodenbelastungsberichte grünes Licht für die Fortsetzung des Betriebs.
Die Mine war stillgelegt worden, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass dort belastete Erde illegal abgelagert worden sein könnte. Fachleute kamen später zu dem Schluss, dass etwaige festgestellte Bodenverunreinigungen nur geringfügig waren. Zudem fanden sie keine eindeutigen Beweise dafür, dass Fremdmaterial in den Tagebau verbracht worden war.
Aufgrund der immensen Größe des Tagebaus wiesen die Ermittler darauf hin, dass eine gezielte Ortung belasteter Böden durch Zufallsstichproben ohne konkrete Ablagerungsstellen schwierig sei. Dennoch sind vorerst keine weiteren Maßnahmen geplant – es sei denn, die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen bringen neue Erkenntnisse zutage.
Als Vorsichtsmaßnahme wird ein Grundwassermonitoringsystem installiert, um mögliche Verunreinigungen frühzeitig zu erkennen. Unterdessen führt die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund die Ermittlungen im Fall fort.
Die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten erfolgt nach monatelangen Überprüfungen und Fachgutachten. Die Behörden haben weitere Untersuchungen ausgeschlossen, sofern keine neuen Befunde auftauchen. Das neue Monitoringsystem soll künftig die Grundwasserqualität überwachen.






