Streit um Fronhof-Umbau: SG Zukunft blockiert Pläne der Grünen
Hiltrud BolnbachStreit um Fronhof-Umbau: SG Zukunft blockiert Pläne der Grünen
Der Wählerverband SG zukunft hat Bedenken gegen die Pläne geäußert, den Fronhof im Stadtzentrum kurzfristig umzugestalten. Zwar unterstützt die Gruppe dringend notwendige Sanierungsarbeiten, doch lehnt sie weitergehende Veränderungen ab, bis eine umfassende Belebungsstrategie für die Innenstadt vorliegt. Diese Haltung ist eine Reaktion auf einen Vorschlag der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion, die bis Ende 2025 zügige gestalterische Anpassungen vorantreiben wollte.
SG zukunft betont, dass strukturelle Instandsetzungen am Fronhof längst überfällig seien und umgehend erfolgen sollten. Gleichzeitig spricht sich der Verband gegen zusätzliche Gestaltungsänderungen aus, solange kein abgestimmtes Gesamtkonzept für die gesamte Innenstadt erarbeitet wurde. Investitionen sollten erst fließen, wenn das neu geschaffene Innenstadtstab-Team seine Arbeit aufnimmt und ein durchdachtes Leitbild vorliegt.
Kritik übt die Vereinigung an dem Bündnis 90/Die Grünen-Vorhaben, dem es an einer strategischen Grundlage mangele. Statt isolierte Maßnahmen überstürzt umzusetzen, fordert SG zukunft einen transparenten und partizipativen Gestaltungsprozess mit breiter Bürgerbeteiligung. Die Weigerung, Einzelprojekte zu unterstützen, unterstreicht diese Priorität.
Laut SG zukunft berge ein Stückwerk-Risiko die Gefahr, Ressourcen zu verschwenden und die Chance auf eine stimmige Gesamtvision für das Viertel zu verpassen. Jede Neugestaltung müsse sich in ein übergeordnetes Konzept zur Innenstadtbelebung einfügen – und nicht in Einzelteilen erfolgen.
Der Streit zeigt unterschiedliche Auffassungen zur Aufwertung des Stadtzentrums: Während SG zukunft ästhetische Updates verzögert, setzt sich der Verband für einen strukturierteren, partizipativen Ansatz ein. Vorerst werden am Fronhof nur dringende Reparaturen vorangetrieben, während die grundsätzliche Debatte weitergeht.
