Solinger Senioren wehren sich gegen Nahverkehrs-Kürzungen auf der Lennestraße
Veronique HänelSolinger Senioren wehren sich gegen Nahverkehrs-Kürzungen auf der Lennestraße
Ein Streit um den Nahverkehrsplan von Solingen hat die Gruppe "Grüne Senioren" in Konflikt mit anderen lokalen Vereinen gebracht. Die Organisation unterstützt zwar einen Kompromiss zur Reduzierung des Busverkehrs auf der Lennestraße, lehnt aber vollständige Sperrungspläne ab. Ihre Haltung unterstreicht die Bedenken hinsichtlich der Barrierefreiheit für ältere Bürger, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Die Grünen Senioren kritisieren die Pläne der "Ohligser Jongens", der ISG und der OWG, den City-Ring abzuschaffen und die Lennestraße komplett für Busse zu sperren. Sie argumentieren, dass ein solcher Schritt die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen ließe und Fahrgäste zu längeren Fußwegen zwingen würde. Für viele ältere Menschen – insbesondere solche mit eingeschränkter Mobilität oder mit Einkäufen – würde dies erhebliche Schwierigkeiten bedeuten.
Die Gruppe stellt die Debatte als eine soziale Frage dar und betont, dass ein gerechter Verkehrsumbau alle Altersgruppen berücksichtigen müsse. Der öffentliche Nahverkehr bleibe für ältere Bürger von zentraler Bedeutung, oft aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen oder finanziellen Zwängen. Ohne gut erreichbare Verbindungen drohten ihnen Isolation oder ein Verlust an Selbstständigkeit.
Zudem wiesen die Grünen Senioren jüngste Kritik lokaler Vereine am geplanten Ohligs City-Ring zurück. Sie beharren darauf, dass ihr Kompromissvorschlag eine verringerte Busfrequenz mit dem Erhalt der Anbindung an die Innenstadt in Einklang bringe.
Die Position der Gruppe rückt die praktischen Bedürfnisse in den Vordergrund – und nicht abstrakte verkehrspolitische Ziele. Bei einer vollständigen Sperrung der Lennestraße für Busse müssten ältere Bürger längere Strecken zu Fuß zurücklegen. Der Ausgang dieses Streits wird die tägliche Mobilität vieler Solinger direkt beeinflussen.






