04 February 2026, 23:24

Solinger evangelische Kirche plant radikale Immobilien-Reform bis 2037

Ein altes Foto einer Kirche in der Mitte einer Straße, gerahmt in einem Foto-Rahmen, umgeben von anderen Gebäuden in einer belebten Stadtkulisse.

Solinger evangelische Kirche plant radikale Immobilien-Reform bis 2037

Evangelische Kirche in Solingen plant umfangreiche Umstrukturierung ihrer Immobilien

Die Evangelische Kirche in Solingen bereitet in den kommenden zehn Jahren tiefgreifende Veränderungen an ihren Liegenschaften vor. Bis 2037 soll die Gesamtfläche ihrer Gebäude um etwa die Hälfte reduziert werden. Um über diese Pläne zu informieren, lädt die Kirche die Öffentlichkeit zu einem Bürgerinformationsabend am Mittwoch, 11. Februar 2026, in die Stadtkirche Mitte ein.

Den Auftakt des Prozesses markierte im Juni 2025 eine umfassende Bestandsaufnahme. Eine unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter stehende Arbeitsgruppe erhielt vom Kirchenkreis-Synod im November den Auftrag, bis Februar erste Vorschläge zu erarbeiten. Ihre vorläufigen Empfehlungen deuten darauf hin, dass drei der derzeit 13 aktiven Kirchengebäude geschlossen oder umgenutzt werden könnten.

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen praktische Fragestellungen – nicht die Finanzierung. Diskutiert wird etwa, welche Standorte unverzichtbar sind, welche Gebäude strategische Bedeutung haben und welche bestehenden Einrichtungen bereits genutzt werden. Superintendentin Dr. Ilka Werner betont, dass es zunächst darum gehe, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln – etwa nach Gemeindebedürfnissen, Standorttauglichkeit und verfügbaren Ressourcen –, bevor finanzielle Aspekte berücksichtigt werden.

Aktuell unterhält die Kirche in Solingen 13 Kirchengebäude sowie neun Gemeinde- und Pfarrhäuser. Langfristig ist der Erhalt aller Standorte jedoch nicht mehr tragbar. Finanzielle Bewertungen folgen erst in einer späteren Phase, sodass die aktuellen Einschätzungen noch angepasst werden können.

Der Informationsabend bietet Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, sich direkt mit den Plänen auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und die Zukunft der kirchlichen Immobilien in Solingen mitzugestalten. Die endgültigen Entscheidungen werden darüber bestimmen, welche Gebäude über 2035 hinaus in kirchlicher Nutzung bleiben.