15 January 2026, 07:44

Solingens Grüne loben neuen Kurs der Wirtschaftsförderung – mehr Proaktivität und Klimaschutz

Ein altes, detailliertes Stadtplan von Dlingen, Deutschland, mit verschiedenen Gebäuden, üppigen grünen Bäumen und dekorativem Text, der die Stadt und die umliegende Landschaft zeigt.

Solingens Grüne loben neuen Kurs der Wirtschaftsförderung – mehr Proaktivität und Klimaschutz

Solingens Grüne Fraktion lobt Kurswechsel bei der Wirtschaftsförderung (WiFö)

Die Grüne Fraktion in Solingen hat die jüngsten Veränderungen bei der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiFö) begrüßt. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Ruth Fischer-Bieniek und Leon Kröck betonten, dass die Behörde unter neuer Führung nun deutlich proaktiver agiere. Statt auf Anfragen zu warten, gehe die WiFö mittlerweile gezielt auf lokale Unternehmen zu.

Dieser Wandel fällt mit einer Stärkung der WiFö als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik zusammen. Die Grünen fordern zudem, Klimaschutzaspekte stärker in Entscheidungen zur gewerblichen Flächennutzung einzubeziehen.

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Die Wirtschaftsförderung hatte in den vergangenen Jahren mit Herausforderungen zu kämpfen, doch ein neu aufgestelltes Führungsteam hat sie wieder auf Kurs gebracht. Ein neu gebildeter dreiköpfiger Vorstand steuert nun die strategische Ausrichtung der Behörde. Die Grünen bewerten diese Entwicklung positiv und sehen darin einen Schritt zu einer besseren Zusammenarbeit mit der Solinger Wirtschaft.

Die Wirtschaftsstruktur der Stadt verändert sich: Immer stärker wird das Wachstum vom Dienstleistungssektor getragen – insbesondere im Gesundheitsbereich. Im Gegensatz zu traditionellen Industrien benötigen diese Branchen andere Standortbedingungen. Gleichzeitig argumentieren die Grünen, dass künstliche Intelligenz den Bedarf an großen Industrieflächen verringern werde und stattdessen kleinere, flexiblere Räume an Bedeutung gewinnen. Die Debatten um neue Gewerbeflächen haben an Schärfe zugenommen. Die Grünen verteidigen die Entscheidung des Rates, Erweiterungen am Stadtrand nicht automatisch zu genehmigen. Sie verweisen auf ungelöste Nutzungskonflikte und die Notwendigkeit, eine nachgewiesene Nachfrage vor der Erschließung neuer Flächen zu prüfen. Stattdessen fordert die Partei eine bessere Vermarktung der bereits vorhandenen, leerstehenden Industriebrachen in Solingen.

Auch der Klimawandel prägt die Diskussion: Hitzewellen, der Verlust an Biodiversität und schrumpfende Grünflächen müssten in der Planung stärker berücksichtigt werden. Die Grünen plädieren für einen regionalen Ansatz und schlagen vor, dass Wuppertal, Solingen und Remscheid sich als gemeinsamer Wirtschaftsstandort unter einer "Bergischen Strategie" zusammenschließen sollten.

Die neue Ausrichtung der WiFö spiegelt die grundlegenden Veränderungen in Solingens Wirtschaft wider. Mit einem Fokus auf Dienstleistungen, Technologie und Nachhaltigkeit soll die proaktive Haltung der Behörde den Anforderungen moderner Unternehmen gerecht werden. Die Unterstützung der Grünen signalisiert das Bestreben, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik zu intensivieren – stets im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Wachstum und ökologischen Belangen.