Solingen will Ohligs' problematische Unterführung sicherer machen – mit klarem Konzept
Dimitri EigenwilligSolingen will Ohligs' problematische Unterführung sicherer machen – mit klarem Konzept
Solingens Stadtteil Ohligs will langjährige Probleme an problematischer Solinger Unterführung angehen
Ein neuer Antrag zielt darauf ab, Lagerfeuer und Übernachtungen im öffentlichen Raum zu verbieten – gleichzeitig soll obdachlosen Menschen jedoch bessere Unterstützung angeboten werden. Das Vorhaben sucht einen Ausgleich zwischen öffentlicher Sicherheit und sozialer Verantwortung.
Die Unterführung in der Nähe des Solinger Bahnhofs steht seit Monaten in der Kritik. Pendler, Anwohner und Studierende berichten von unsicheren Bedingungen, schlechter Beleuchtung und anhaltender Verwahrlosung. Defekte Aufzüge und der Ruf als "No-Go-Area" haben die Sorgen zusätzlich verschärft.
Ein im Dezember 2025 von der CDU eingebrachter Vorschlag sah ein vollständiges Verbot von Camping und Übernachtungen in dem Bereich vor. Nun wurde der Antrag überarbeitet und erweitert: Künftig soll das Verbot für alle städtischen Solinger Unterführungen und Tunnel gelten. Die aktualisierte Fassung enthält zudem die Prüfung, ob Obdachlose unter strengen Auflagen Hunde in Notunterkünfte mitbringen dürfen.
Die Stadtverwaltung wird mit lokalen Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, um obdachlose Menschen in Obdachlosenunterkünfte und zu Unterstützungsangeboten zu vermitteln. In der Nähe bietet die Caritas-Einrichtung bereits Übernachtungsmöglichkeiten, Hygieneeinrichtungen und Beratung an. Die Verantwortlichen betonen, dass es nicht darum gehe, Menschen zu vertreiben, sondern den Druck auf öffentliche Räume zu verringern – bei gleichzeitiger Gewährleistung von Hilfsangeboten.
Der Bezirksrat wird den Antrag in Kürze beraten. Bei Zustimmung geht er anschließend an den Solinger Stadtrat zur endgültigen Abstimmung.
Der Antrag sucht nach einer dauerhaften Lösung für die Unterführung, ohne die Bedürfnisse obdachloser Menschen aus den Augen zu verlieren. Sollte er verabschiedet werden, würde das Verbot parallel zu verstärkten Hilfsangeboten in Kraft treten. Die Stadt strebt eine Verbesserung der Sicherheit und Lebensbedingungen für alle in Ohligs an.
