21 April 2026, 06:28

Solingen setzt auf "Housing First" – radikale Wende im Kampf gegen Obdachlosigkeit

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz der Menschen zeigt, die obdachlos sind, begleitet von erklärendem Text.

Solingen setzt auf "Housing First" – radikale Wende im Kampf gegen Obdachlosigkeit

Solingen will sein Vorgehen gegen Obdachlosigkeit mit einer neuen langfristigen Strategie grundlegend reformieren. Die Stadt wird das Modell "Housing First" als zentrale Leitlinie übernehmen, um obdachlosen Menschen stabilen Wohnraum zu bieten. Aktuell leben etwa 20 Personen auf der Straße im Stadtgebiet – ein dringender Handlungsbedarf, der nun angegangen werden soll.

Ein fraktionsübergreifender Antrag hat den Weg für einen strukturierten Aktionsplan zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit in Solingen geebnet. Das Konzept umfasst präventive Maßnahmen, den Ausbau gesundheitlicher Versorgungsangebote sowie einen niedrigschwelligeren Zugang zu Beratungsstellen. Besonders im Fokus stehen Vertrauensbildende Initiativen, die auch jene erreichen sollen, die bestehende Hilfsangebote bisher meiden.

Die Stadtverwaltung wird die aktuellen Programme auf den Prüfstand stellen, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Geplant sind Gespräche über eine engere Vernetzung aller Beteiligten, darunter auch die mögliche Einführung von "Lotsendiensten", die die Vermittlung von Hilfsangeboten beschleunigen sollen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Überführung der landesgeförderten Initiative "ProMie+ Solingen" in ein dauerhaftes Programm.

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Am 21. April 2026 wird sich der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsbeteiligung treffen, um die Maßnahmen final zu beschließen. Regelmäßige Fortschrittsberichte sollen die Wirkung der neuen Strategie langfristig dokumentieren.

Die Reformen markieren einen Wechsel zu einem systematischeren und proaktiveren Umgang mit Obdachlosigkeit in Solingen. Mit "Housing First" als Kernstück strebt die Stadt an, die Zahl der Menschen ohne Unterkunft zu verringern und die Unterstützung für gefährdete Personengruppen zu verbessern. Der Erfolg des Plans hängt dabei von einer kontinuierlichen Abstimmung und der Effektivität der neuen Programme ab.

Quelle