07 February 2026, 09:10

Solingen analysiert Restmüll: Neue Studie für transparente CO₂-Bilanz und besseres Abfallmanagement

Eine Gruppe von Männern, die auf einem Schotterweg neben einem Müllhaufen gehen, mit einem Bagger im Hintergrund, Gebäuden, Bäumen, Polen, Drähten und anderen Gegenständen in der Umgebung.

Solingen analysiert Restmüll: Neue Studie für transparente CO₂-Bilanz und besseres Abfallmanagement

Die Stadt Solingen führt eine neue Untersuchung durch, um die Zusammensetzung ihres CO2 aus Restmüll zu analysieren. Das von den Technischen Betrieben Solingen (TBS) geleitete Projekt soll die Abfallzusammensetzung genauer unter die Lupe nehmen, um die Transparenz bei der Abrechnung im Rahmen des Emissionshandels zu verbessern. Laut Behörden trägt die Maßnahme langfristig zu einem gerechteren und nachhaltigeren Abfallmanagement bei.

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In den vergangenen fünf Jahren ist die Menge an Restmüll in Solingen kontinuierlich gesunken. Die jährlichen Zahlen gingen von etwa 28.000 Tonnen im Jahr 2021 auf rund 24.500 Tonnen im Jahr 2025 zurück – ein Rückgang um etwa 12,5 %. Auch die Zusammensetzung des Mülls hat sich verändert: Der Anteil biologisch abbaubarer Abfälle sank dank besserer Bioabfalltrennung von 25 % auf 18 %, während der Kunststoffanteil von 32 % auf 38 % stieg.

Für die Studie werden zufällig Haushalte ausgewählt, deren Mülltonnen untersucht werden. Während der Erhebung werden diese an unregelmäßigen Tagen geleert, und der Inhalt wird in große Sammelbehälter umgefüllt. Die Tonnen selbst werden nicht zurückgegeben. Ein spezialisiertes Institut analysiert den Abfall anschließend im Labor, wobei der Fokus auf der Zusammensetzung und den daraus resultierenden fossilen CO2-Emissionen liegt.

Die TBS betont, dass der gesamte Prozess anonym bleibt. Es werden keine Daten einzelnen Haushalten zugeordnet. Die reguläre Müllabfuhr läuft während der Studie wie gewohnt weiter.

Die Ergebnisse sollen sicherstellen, dass die Abrechnung im Emissionshandel nur die tatsächlich entstandenen fossilen CO2-Emissionen berücksichtigt. Durch die zufällige Stichprobenentnahme und die fachkundige Auswertung strebt die Stadt ein präziseres und nachhaltigeres Abfallmanagement an. Das Projekt soll zudem belastbare Daten für künftige politische Entscheidungen liefern.