Rheinmetall revolutioniert E-Auto-Laden mit unsichtbaren Bordstein-Stationen
Hiltrud BolnbachRheinmetall revolutioniert E-Auto-Laden mit unsichtbaren Bordstein-Stationen
Rheinmetall Aktie treibt neue Elektroauto-Technologie voran – und bereitet den Verkauf seiner zivilen Sparte vor
Der Rüstungskonzern hat ladetaugliche Bordstein-Ladestationen entwickelt, die sich nahtlos in das Stadtbild einfügen lassen. Da der Verkauf der zivilen Division möglicherweise bereits im kommenden Jahr abgeschlossen wird, könnten diese Innovationen die Sparte für potenzielle Käufer attraktiver machen.
Die Technologie wird bereits in Düsseldorf eingesetzt, wo sie bei Behörden und Fahrern auf positive Resonanz stößt.
Die Bordstein-Ladestationen integrieren die Ladepunkte direkt in den Gehwegrand und machen so sperrige Säulen überflüssig. Dieser Ansatz könnte Städten helfen, ihr Lade-netz in dicht besiedelten Gebieten auszubauen, wo der Platz begrenzt ist. Rheinmetall Power Systems wirbt mit diesen Neuerungen um Interesse an seinem zivilen Geschäftsbereich.
In Düsseldorf werden die Stationen von den Stadtwerken Düsseldorf, dem kommunalen Versorgungsunternehmen der Stadt, betrieben. Im Rahmen der dortigen E-Mobilitäts-Offensive koordiniert das Unternehmen die öffentliche Ladeinfrastruktur und sorgt dafür, dass das neue System reibungslos in die bestehenden Dienstleistungen eingebunden wird.
Auch die geopolitische Lage, insbesondere der anhaltende Ukraine-Krieg, hat die Aufmerksamkeit auf Rheinmetall gerichtet. Zwar bleibt die Rüstungs-sparte das Kerngeschäft, doch rückt nun – angesichts des geplanten Verkaufs – zunehmend der zivile Bereich in den Fokus.
Die Bordstein-Ladestationen bieten eine praktische Lösung für die Herausforderungen der urbanen Ladeinfrastruktur. Ihr Erfolg in Düsseldorf könnte eine breitere Einführung fördern und so den Wert der zivilen Sparte vor dem Verkauf steigern. Rheinmetall strebt an, die Transaktion bereits im kommenden Jahr abzuschließen – vorausgesetzt, die Marktbedingungen und das Käuferinteresse stimmen.
