Reul greift Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys an
Veronique HänelReul greift Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine für ihren Umgang mit Stadionrowdys scharf kritisiert. Er wirft den Clubs vor, zu langsam zu handeln und das Problem oft unzureichend anzugehen.
Reul betonte, dass Stadien bereits stark überwacht würden. Dennoch würden Täter nur selten zügig identifiziert und zur Verantwortung gezogen. Diese Verzögerungen bezeichnete er als inakzeptabel.
Kosten für die Sicherheit wies Reul als Argument zurück – dies sei Aufgabe des Staates. Gleichzeitig stellte er klar, dass Vereine die Polizeipräsenzen bei Spielen nicht selbst finanzieren müssten.
Laut Reul scheuten sich manche Clubs, gegen die eigenen Ultra-Fans vorzugehen. Um hier einen Wandel zu erzwingen, schlug er ein neues Gesetz vor: Vereine sollen bestraft werden, wenn sie bei der Verfolgung von Tätern zu lange zögern.
Ziel der Pläne ist eine schnellere Aufarbeitung von Vorfällen. Drohen könnten den Vereinen Strafen, falls sie nicht konsequent gegen Störer vorgehen. Die Debatte über Sicherheitskosten und die Verantwortung der Clubs wird voraussichtlich weitergehen.






