28 January 2026, 19:27

Rettungspaket für National Express Köln: Weniger Strafen, mehr Stabilität im RRX-Netz

Eine Karte von Ludwigshafen, Deutschland, mit einer roten Linie, die die Bahnroute anzeigt, und Text, der Details zur Bahnlänge, -distanz und -sehenswürdigkeiten enthält.

Rettungspaket für National Express Köln: Weniger Strafen, mehr Stabilität im RRX-Netz

National Express Köln: Rettungspaket beschlossen

Das Rettungspaket wurde am Montag von der Mitgliederversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) einstimmig gebilligt. Nach den neuen Bedingungen drohen National Express Köln künftig keine automatischen Strafzahlungen mehr für Verspätungen, die auf infrastrukturelle Probleme außerhalb ihres Einflussbereichs zurückgehen. Zwei defizitäre Strecken, der RE7 und die RB48, erhalten verkürzte Verträge und enden nun bereits 2027 statt wie ursprünglich vorgesehen 2030.

Die profitableren RRX-Linien hingegen werden bis 2035 verlängert. Die Vereinbarung beendet zudem die Welle wilder Streiks, die im vergangenen Sommer den Betrieb lahmlegten. National Express Köln ist nicht der erste regionale Betreiber in Nordrhein-Westfalen, der in finanzielle Schieflage gerät: Abellio meldete Anfang 2022 Insolvenz an, während die NordWestBahn (NWL) im vergangenen Jahr die angeschlagene Eurobahn übernahm, um einen Zusammenbruch des Angebots zu verhindern.

Die Vertragsverhandlungen mit National Express Köln haben sich über die Jahre gewandelt. Frühere Abkommen, die 2019 und 2020 aufgrund der Pandemiefolgen angepasst wurden, sahen zunächst strengere Leistungsvorgaben und längere Laufzeiten vor. Der damalige Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hatte diese Verträge seinerzeit mitverhandelt – die nun einen Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Tragfähigkeit und Servicequalität herstellen sollen.

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Das 400-Millionen-Euro-Rettungspaket wird je zur Hälfte von den Verkehrsbehörden und der britischen Muttergesellschaft von National Express Köln getragen. Die Mittel sollen die Stabilität des RRX-Netzes wiederherstellen und für weniger Verspätungen sowie zuverlässigere Verbindungen sorgen. Mit den angepassten Vertragsbedingungen und den verlängerten Laufzeiten auf zentralen Strecken ebnet das Abkommen dem Betreiber den Weg für eine gesicherte Zukunft in der Region.