21 April 2026, 04:38

Rettungsdienst vor Finanzkollaps: Wer zahlt die Einsätze ohne Transport?

Ambulanz auf dem Seitenstreifen vor einem Gebäude mit Krankenhausschild und verschiedenen Aushängen geparkt.

Rettungsdienst vor Finanzkollaps: Wer zahlt die Einsätze ohne Transport?

Lokale Behörden warnen vor einer Finanzierungskrise im Rettungsdienst. Im Mittelpunkt steht die Problematik der sogenannten "Einsätze ohne Patiententransport", bei denen Rettungskräfte Patienten vor Ort behandeln, sie aber nicht ins Krankenhaus bringen. Ohne eine Lösung droht den Dienstleistern durch die Krankenkassen ein Fehlbetrag in Höhe von mehreren zehnt Millionen Euro.

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Solche Einsätze ohne Transport sind ein zentraler Bestandteil der Notfallversorgung. Sie ermöglichen es Patienten, vor Ort behandelt zu werden, ohne unnötige Krankenhausbesuche. Dennoch scheitern Krankenkassen und kommunale Träger seit Langem in Verhandlungen an einer Einigung über die Finanzierung.

Stadtdirektor Martin Murrack betonte, dass der Zugang zur Notfallversorgung nicht von finanzieller Unsicherheit abhängen dürfe. Eine direkte Abrechnung dieser Einsätze bei den Patienten bezeichnete er als unpraktikabel und ungerecht. Stattdessen setzt sich seine Behörde für eine einheitliche, langfristige Lösung ein, um die Finanzierung dauerhaft zu sichern.

Die zuverlässigste Lösung wäre laut Beamten eine Änderung des Bundesrechts. Damit würden Rettungsdienste explizit in die Gesetzgebung aufgenommen, was eine stabile und faire Finanzierung garantieren würde. Die Wiederaufnahme der legislativen Arbeit zu diesem Thema könnte einen dauerhaften Rahmen für Kommunen und Bürger schaffen.

Ohne Gegenmaßnahmen droht dem Rettungsdienst eine Finanzierungslücke in zweistelliger Millionenhöhe. Eine Novelle des Bundesgesetzes bleibt die bevorzugte Option, um die Bezahlung von Einsätzen ohne Transport langfristig abzusichern. Der Schritt würde den Patientenzugang schützen und den lokalen Behörden Planungssicherheit geben.

Quelle