Q1-Jugendzentrum: Stadtrat entscheidet über Sanierung oder Schließung des historischen Gebäudes
Dimitri EigenwilligQ1-Jugendzentrum: Stadtrat entscheidet über Sanierung oder Schließung des historischen Gebäudes
Die Zukunft des Q1-Jugendzentrums steht auf dem Spiel, während der Stadtrat vor einer entscheidenden Weichenstellung steht. Das 73 Jahre alte Gebäude, in dem eine Pfadfindergruppe und weitere Jugendaktivitäten beheimatet sind, leidet unter schweren baulichen Mängeln. Die Verantwortlichen müssen nun zwischen kostspieligen Sanierungen, einer provisorischen Lösung oder der vollständigen Aufgabe des Standorts abwägen.
Aufgrund des maroden Zustands des Gebäudes prüft die Stadt drei Hauptoptionen: Eine Komplettsanierung würde mindestens 31 Monate dauern und rund neun Millionen Euro kosten. Alternativ käme ein Teilumbau in Frage, dessen Kosten jedoch noch nicht abschließend beziffert sind, aber ebenfalls in den Millionenbereich gehen dürften. Die dritte Möglichkeit sieht vor, das Gebäude aufzugeben und alle Nutzer umzusiedeln.
Die Pfadfinder setzen sich vehement für den Erhalt des Zentrums ein und bezeichnen es als unverzichtbar – sowohl wegen seiner Lage als auch seiner jahrzehntelangen Geschichte. Auch die Stadtverwaltung erkennt den Wert des Gebäudes für die Jugendarbeit und seine historische Bedeutung an. Doch Sicherheitsbedenken und die hohen Kosten erschweren die Entscheidung. Bis Oktober wird die Evangelische Kirche den Betrieb vorläufig aufrechterhalten. Im März wird der Stadtrat nach monatelangen Analysen und Debatten über einen finalen Vorschlag abstimmen. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob das Zentrum bleibt, saniert wird oder endgültig schließt.
Die im März anstehende Entscheidung wird den weiteren Weg des Q1-Jugendzentrums bestimmen. Falls sich der Rat für eine Sanierung entscheidet, könnten die Arbeiten mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen – verbunden mit einem hohen finanziellen Aufwand. Bei einer Aufgabe des Gebäudes müssten Gruppen wie die Pfadfinder anderweitig neue Räumlichkeiten finden.
