Pilotprojekt der Polizei zeigt erste Erfolge – jetzt folgt die Ausweitung auf drei weitere Städte
Dimitri EigenwilligPilotprojekt der Polizei zeigt erste Erfolge – jetzt folgt die Ausweitung auf drei weitere Städte
Seit November läuft in Jüchen ein Pilotprojekt zur Umstrukturierung der Polizeiarbeit. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Reaktionszeiten zu verkürzen und die Präsenz auf den Straßen zu erhöhen. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Beamten mehr Zeit für Einsatzaufgaben haben und flexibler agieren können.
Ab März nächsten Jahres wird das Modell auf Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch ausgeweitet.
Das Pilotprojekt startete am 4. November 2025 in Jüchen, wo die Streifenwagen seitdem von Grevenbroich aus eingesetzt werden statt von den örtlichen Wachen. Trotz dieser Veränderung blieb die Polizeipäsenz in der Stadt auf demselben Niveau wie vor dem Testlauf. Die Beamten berichten von mehr Zeit für aktive Dienstaufgaben und einer gestiegenen Effizienz.
Vom 1. März bis Ende Mai 2026 wird das System in drei weiteren Kommunen eingeführt. In Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch werden die Streifenwagen künftig von zentralen Standorten aus operieren – für alle drei Gebiete ist die Polizeistation in Kaarst der neue Ausgangspunkt. Diese Anpassung spart unnötige Fahrten und ermöglicht es den Beamten, schneller an Einsatzorten einzutreffen. Die örtlichen Polizeistationen behalten ihre gewohnten Öffnungszeiten und bleiben für die Bevölkerung zugänglich. Auch die Revierbeamten setzen ihre regulären Streifengänge fort, sodass die Sichtbarkeit der Polizei in jedem Stadtgebiet gleich bleibt. Im Fokus steht weiterhin, kurze Reaktionszeiten und eine starke Präsenz zu gewährleisten. Die Streifenwagen aus Meerbusch werden von Kaarst aus eingesetzt, ebenso wie die aus Korschenbroich. Beide Städte behalten ihre bestehenden Teams für die Gemeindepolizei bei, sodass die lokale Betreuung nicht nachlässt. Die Neustrukturierung baut auf den ersten Erfolgen in Jüchen auf, wo die Beamten mehr operationelle Flexibilität gewonnen haben, ohne dass die Straßenpräsenz abnahm.
Die erweiterte Testphase läuft bis Ende Mai 2026. Die Streifenwagen operieren zwar von zentralen Standorten aus, doch die örtlichen Wachen und Revierbeamten bleiben vor Ort. Ziel ist es, in allen vier Kommunen schnelle Einsatzzeiten und eine sichtbare Polizeiarbeit zu sichern.
