"Optimismus ist Pflicht": Stadtrat präsentiert Haushaltsentwurf 2026
Hans-Günther Klapp"Optimismus ist Pflicht": Stadtrat präsentiert Haushaltsentwurf 2026
"Optimismus ist Pflicht": Stadtrat stellt Haushaltsentwurf 2026 vor
"Optimismus ist Pflicht": Stadtrat stellt Haushaltsentwurf 2026 vor
- Dezember 2025
Finanzen, Wirtschaft, Politik, Allgemeines
Der Aachener Stadtrat wird am 11. März 2026 endgültig über den Haushaltsentwurf für 2026 abstimmen. Der Plan sieht eine Rekordbelastung der finanziellen Rücklagen der Stadt vor, wobei die Prognosen erhebliche Defizite in den kommenden Jahren ausweisen. Fünf politische Fraktionen – CDU, Grüne, SPD, DIE LINKE und AfD – werden über die Vorlagen entscheiden, nachdem die Kommunalwahl des Vorjahres die 66 Sitze des Rates sowie die Stimme des Oberbürgermeisters neu geordnet hat.
Der Haushalt 2026 veranschlagt Betriebskosten von fast 1,4 Milliarden Euro – der höchste Wert der letzten Jahre. Über 206 Millionen Euro sind für Investitionen vorgesehen, während die allgemeine Rücklage um 61 Millionen Euro (8,62 % ihres Gesamtvolumens) schrumpfen wird, um ein Rekorddefizit auszugleichen. Dennoch sind keine Steuererhöhungen oder Verlustvorträge geplant.
Die Kassenkredite sollen auf über 520 Millionen Euro ansteigen, doch die Stadt strebt an, diese Schulden bis Jahresende um mehr als 120 Millionen Euro abzubauen. Diese Reduzierung würde die Zinslast verringern und die Eigenkapitalsituation vorübergehend verbessern. Mittelfristige Prognosen gehen weiterhin von Defiziten zwischen 31,9 und 38,0 Millionen Euro aus – vorausgesetzt, die Einnahmen entwickeln sich stabil und die Ausgaben werden strikt kontrolliert. Jährliche Einsparungen in Höhe von bis zu 27 Millionen Euro bleiben entscheidend, um den Haushalt auszugleichen. Bürgerinnen und Bürger können die Zahlen über ein interaktives Haushaltstool auf der Website der Stadt einsehen. Die Haushaltsrede des Kämmerers sowie der vollständige Entwurf stehen ebenfalls online zur öffentlichen Prüfung bereit.
Die Abstimmung über den Haushalt wird zeigen, wie Aachen seine Finanzen angesichts steigender Ausgaben und schrumpfender Rücklagen steuert. Bei einer Annahme würde der Plan die Kreditobergrenzen, Schuldenabbauziele und Sparmaßnahmen für das kommende Jahr festlegen. Das Ergebnis wird die finanzielle Stabilität der Stadt bis 2026 und darüber hinaus prägen.
