14 January 2026, 18:34

NRW steht vor wochenlangem Verkehrschaos durch Großbaustellen auf Straßen und Schienen

Eine schwarz-weiße Stadtkarte mit einer roten Linie, die die Route der Wechselburg und Chemnitz Eisenbahn anzeigt.

NRW steht vor wochenlangem Verkehrschaos durch Großbaustellen auf Straßen und Schienen

Massive Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr: Nordrhein-Westfalen steht wochenlang vor Chaos

In den kommenden Wochen müssen sich Autofahrer und Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Bau- und Sanierungsarbeiten führen zu Sperrungen wichtiger Autobahnen, Eisenbahnstrecken und Brücken – mit erheblichen Verspätungen für Pendler und Reisende. Da mehrere Großbaustellen parallel laufen, wird der ohnehin dichte Verkehr zusätzlich belastet.

Autobahnen: Staus und Vollsperrungen im Wechsel Auf der A1 in Richtung Köln wird zwischen Blankenheim und Nettersheim vom 27. November bis 8. Dezember nur eine Spur pro Richtung befahrbar sein. Notwendige Reparaturarbeiten zwingen zu dieser Einschränkung, was den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen deutlich verlangsamt.

Die A43 bei Herne wird zwischen den Anschlüssen Bochum-Riemke und dem Kreuz Recklinghausen in beiden Richtungen vollständig gesperrt – und zwar von 23 Uhr am 28. November bis 22 Uhr am Folgetag. Grund ist die Sanierung einer Brücke. Zudem bleibt die A45 in der Nähe von Lüdenscheid weiterhin komplett gesperrt, ein Wiedereröffnungsdatum steht noch nicht fest. Autofahrer müssen bereits jetzt mit langen Umleitungen und Staus rechnen.

Im Norden des Landes wird die A46 in Richtung Brilon zwischen Freienohl und Wennemen von 20 Uhr am 10. Dezember bis 6 Uhr am 11. Dezember voll gesperrt. Modernisierungsarbeiten an den Olpe- und Hemberg-Tunneln erfordern diese nächtliche Vollsperrung. Die A59 in Richtung Leverkusen ist bereits seit Mitte Oktober zwischen Düsseldorf-Süd und Monheim gesperrt – die umfangreichen Bauarbeiten sollen erst im Juni 2026 abgeschlossen sein.

Bahnverkehr: Wochenendsperrungen und jahrelange Baustellen Auch Bahnreisende müssen mit massiven Beeinträchtigungen rechnen. Die rechtsrheinische Strecke zwischen Troisdorf und Linz am Rhein bleibt bis zum 5. Dezember an Wochenenden komplett gesperrt. Unter der Woche teilen sich die Züge eine einzige Strecke, was zu Ausfällen der RE 8 und RB 27 führt.

Eine weitere Großbaustelle betrifft die Strecke Oberhausen–Emmerich im Niederrhein-Gebiet, die seit dem 1. November für Modernisierungsarbeiten gesperrt ist. Die Arbeiten ziehen sich bis zum 18. Mai 2026 hin und verursachen Verspätungen bei Regional- und Fernzügen.

Zwischen Holzwickede und Schwerte wird die Bahnstrecke ab 15 Uhr am 28. November bis 3 Uhr am 8. Dezember gesperrt. Brückeninstandsetzungen beeinträchtigen in dieser Zeit die Linien RE 7, RE 13, RB 53 und RE 57.

Zusätzliche Belastung durch Fußballspiele An diesem Freitag und Samstag ist mit weiterem Verkehrsaufkommen auf bestimmten Autobahnen und Schnellstraßen zu rechnen, da Fußballspiele für zusätzlichen Verkehr sorgen.

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Fazit: Geduld und Planung sind gefragt Die kombinierten Sperrungen zwingen Autofahrer auf Umleitungen und reduzieren die Kapazitäten im Schienenverkehr deutlich. Die Behörden raten Reisenden, besonders am Wochenende vom 28. bis 30. November, deutlich mehr Zeit einzuplanen. Einige Projekte wie die Sanierung der A59 oder die Modernisierung der Strecke Oberhausen–Emmerich werden noch Monate, teilweise sogar Jahre für Behinderungen sorgen.