NRW setzt auf Videoüberwachung und Körperkameras gegen Gewalt im ÖPNV
Hiltrud BolnbachNRW setzt auf Videoüberwachung und Körperkameras gegen Gewalt im ÖPNV
Öffentliche Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen rüsten Sicherheit auf: Mehr Videoüberwachung und Körperkameras
Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen stärken die Sicherheit mit erweitertem Videomonitoring und dem Einsatz von Körperkameras. Hintergrund ist ein Anstieg der Gewalt gegen Mitarbeiter: Allein 2021 wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe registriert.
Fast alle S-Bahnen und Regionalzüge im Land sind bereits mit Videotechnik ausgestattet. Zudem ist ein Landesprogramm zur Nachrüstung von 100 Bahnhöfen mit Überwachungskameras nahezu abgeschlossen.
In Köln hat der Verkehrsbetrieb KVB nach einer erfolgreichen Testphase seine Körperkamera-Flotte auf 65 Geräte aufgestockt. Die Düsseldorfer Rheinbahn führt derzeit ein einjähriges Pilotprojekt durch, bei dem 20 Mitarbeiter mit Körperkameras ausgerüstet werden, um deren Wirksamkeit zu prüfen. In Aachen überwachen neue Busse nun den gesamten Innenraum – bisher waren nur die Einstiegsbereiche erfasst.
Die Dortmunder Verkehrsgesellschaft DSW21 setzt nachts Sicherheitskräfte ein, die aus der Leitstelle Live-Videoaufnahmen überwachen. Bei der Rheinbahn in Düsseldorf sind fast alle Busse mit Kameras ausgestattet, und 70 Prozent der Straßen- und Stadtbahnen verfügen ebenfalls über die Technik. Körperkameras haben sich bereits bewährt, um Konflikte zu entschärfen und Angriffe auf das Personal zu reduzieren.
Zudem prüfen die Behörden den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Sicherheitsrisiken in Echtzeit durch Videoanalysen früher zu erkennen.
Die ausgeweiteten Überwachungs- und Körperkamera-Maßnahmen sollen die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern erhöhen. Die Betreiber berichten, dass die neuen Systeme bereits abschreckend wirken und bei Straftaten als Beweismittel dienen.
