NRW reformiert Kita-Finanzierung: Mehr Geld, weniger Bürokratie und größere Gruppen
Veronique HänelNRW reformiert Kita-Finanzierung: Mehr Geld, weniger Bürokratie und größere Gruppen
Nordrhein-Westfalen einigt sich auf große Reformen bei Kita-Finanzierung und Personal
Die Landesregierung und die Träger von Kindertageseinrichtungen haben heute ein Abkommen unterzeichnet, das jährliche Investitionen in Millionenhöhe vorsieht. Die Änderungen sollen die Zuverlässigkeit der Betreuung verbessern und den bürokratischen Aufwand für Familien und Einrichtungen verringern.
Familienministerin Josefine Paul und Vertreter von kommunalen, kirchlichen und Wohlfahrtsverbänden haben die Eckpunkte für ein neues Kinderbildungsgesetz (KiBiz) finalisiert. Die Vereinbarung sieht vor, dass jährlich mindestens 50 Millionen Euro zusätzlich für neues Personal bereitgestellt werden. Darüber hinaus wird das Land im kommenden Jahr freiwillig weitere 200 Millionen Euro zur Unterstützung der Träger bereitstellen.
Nach dem neuen Modell können die Gruppengrößen erhöht werden. Die Betreuung wird in Kern- und Randzeiten aufgeteilt, wobei pädagogische Fachkräfte mindestens fünf Stunden täglich für die Aufsicht der Kinder zuständig sind. Außerhalb dieser Zeiten können andere Mitarbeiter die Betreuung übernehmen. Zudem wird der bürokratische Aufwand reduziert, sodass Kitas ihre Abläufe einfacher gestalten können.
Das Ministerium plant nun, noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorzulegen. Sollte das Parlament dem Vorhaben 2025 zustimmen, tritt das Gesetz im August 2027 in Kraft. Die Landesregierung hat zugesagt, die Kindertagesbetreuung langfristig mit jährlich 200 Millionen Euro zusätzlich zu stärken.
Die Reformen bringen mehr Finanzmittel, größere Gruppen und klarere Personalregelungen. Die Träger erhalten bereits ab dem nächsten Jahr zusätzliche Mittel, während die vollständigen Änderungen 2027 greifen. Ziel ist es, die Kinderbetreuung für Eltern verlässlicher und für die Einrichtungen einfacher zu gestalten.






