NRW reformiert KiBiz: 1,5 Milliarden Euro für bessere Kita-Betreuung bis 2027
Hiltrud BolnbachNRW reformiert KiBiz: 1,5 Milliarden Euro für bessere Kita-Betreuung bis 2027
Die schwarz-grüne Landesregierung hat eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vorgelegt, um die Betreuung in Kitas und die frühkindliche Bildung zu verbessern. Der am Freitag im Landtag eingebrachte Entwurf verspricht mehr Finanzmittel, besser qualifiziertes Personal und flexiblere Öffnungszeiten, um Schließungen zu reduzieren und Trägern mehr Unterstützung zu bieten.
Im Mittelpunkt der Reform steht eine zuverlässigere, planbarere und qualitativ hochwertigere Kinderbetreuung. Ab dem 1. August 2027 sollen die Träger jährlich 200 Millionen Euro zusätzlich als Grundförderung erhalten, um die Umstellungskosten zu decken. Insgesamt werden in den kommenden Jahren 1,5 Milliarden Euro in Kita-Einrichtungen investiert.
Flexiblere Kern- und erweiterte Betreuungszeiten sollen Schließungszeiten verkürzen und den Zentren helfen, neues Personal zu gewinnen. Zwar enthält der Entwurf keine konkreten Einstellungsmaßnahmen, doch werden Fachkräftemangel und Personalbindung als zentrale Herausforderungen anerkannt. Bestehende Programme wie duale Studiengänge in Sozialpädagogik, Praxis-Praktika und spezielle Fortbildungen in heilpädagogischer Förderung werden weiterhin die Qualifizierung des Personals unterstützen.
Die Reform entstand in enger Abstimmung mit Verbänden und unter Einbeziehung umfangreicher Rückmeldungen. Martin Lucke, CDU-Landtagsabgeordneter, bezeichnete sie als "wichtigen Schritt zu einer verlässlichen und hochwertigen Kinderbetreuung". Das Gesetzgebungsverfahren hat nun begonnen.
Ziel der KiBiz-Reform ist es, Kitas durch höhere Finanzmittel, bessere Personalqualifizierung und mehr Flexibilität im Betrieb zu stärken. Die Änderungen sollen Trägern mehr Planungssicherheit und finanzielle Stabilität bieten – während Familien Zugang zu einer beständigen und qualitativ hochwertigen Betreuung erhalten.
