NRW reformiert Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Empfänger
Veronique HänelFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW reformiert Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Empfänger
Fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen erhielten Ende 2024 Grundsicherungsleistungen. Die Zahlen umfassen ein breites Spektrum an Unterstützungen – von Arbeitslosengeld bis hin zur Altersgrundsicherung. Eine umfassende Reform des Systems ist nun in vollem Gange, mit strengeren Regeln und einem neuen Namen für die Leistung.
Die Sozialdaten des Landes zeigen deutliche regionale Unterschiede. In Gelsenkirchen sind 21,7 Prozent der Einwohner auf Grundsicherung angewiesen – der höchste Wert im Rheinland. Der Kreis Borken verzeichnet dagegen die niedrigste Quote: In Raesfeld liegt der Anteil bei nur 3,7 Prozent. Insgesamt bezieht etwa jeder neunte Einwohner in Nordrhein-Westfalen mittlerweile eine Form der Unterstützung.
Die Altersgrundsicherung erhielten Ende vergangenen Jahres rund 321.000 Menschen. Weitere 1,55 Millionen bezogen Bürgergeld, das im Rahmen der Koalitionsreformen künftig in Grundsicherung umbenannt werden soll. Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen sank dagegen um 15.100 auf 88.555.
Die geplanten Änderungen sehen schärfere Mitwirkungspflichten vor. Wer sich nicht daran hält, muss mit strikteren Sanktionen rechnen. Ziel der Reform ist eine Neuausrichtung der Grundsicherung, die Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung und Asylunterstützung abdeckt.
Das Bürgergeld wird unter dem neuen Namen Grundsicherung fortgeführt, gleichzeitig werden die Auflagen verschärft. Mit fast 2 Millionen Leistungsbeziehern betreffen die Änderungen einen erheblichen Teil der Bevölkerung des Landes. Die neuen Regeln sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten.






