"Grüne Ufer": Wie ein Roman über verbotene Liebe in Jekaterinburg zum Theatererlebnis wird
Veronique Hänel"Grüne Ufer": Wie ein Roman über verbotene Liebe in Jekaterinburg zum Theatererlebnis wird
Eine neue Bühnenadaption von Grüne Ufer feiert Premiere in Jekaterinburg
In der Uralmetropole Jekaterinburg hat eine Theaterfassung von Grüne Ufer Premiere gefeiert. Das Stück, basierend auf Gennadi Alexejews gleichnamigem Roman, erzählt eine Liebesgeschichte, die sich über verschiedene Epochen erstreckt. Die Aufführungen fanden im privaten Tvary-Theater der Stadt unter der Regie von Lilia Bornaschewa statt.
Der Roman Grüne Ufer entstand aus der Faszination seines Autors Gennadi Alexejew für die historische Figur Anastassija Wjalzewa. Seine intensive Beschäftigung mit ihrem Schicksal prägte die Handlung des Buches, das die Lebenswege eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre mit denen einer vorrevolutionären Romanzen-Sängerin verflicht.
Regisseurin Lilia Bornaschewa brachte die literarische Vorlage auf die Bühne und bewahrte dabei Alexejews ursprüngliche Inspiration. Schauspieler Oleg Dulenkin verkörpert den Dichter mit frappierender Ähnlichkeit zum Autor selbst. Yelena Iwanowa hingegen übernimmt neun verschiedene Rollen und wechselt mühelos zwischen den Figuren.
Die Inszenierung hält sich an das tragische Ende des Romans, in dem die Liebenden im Tod vereint werden. Die Premiere markiert die erste theaterreife Adaption von Alexejews vielschichtiger Liebesgeschichte. Das Publikum im Tvary-Theater erlebte eine Aufführung, die Geschichte, Romantik und mehrdimensionale Erzählkunst verbindet. Mit dieser Spielzeit erhält der Roman, der tief in der persönlichen Faszination des Autors verwurzelt ist, eine neue künstlerische Deutung.






