NRW fördert freiwillige Rückkehr abgelehnter Asylbewerber mit finanzieller Hilfe
Veronique HänelNRW fördert freiwillige Rückkehr abgelehnter Asylbewerber mit finanzieller Hilfe
Nordrhein-Westfalen drängt abgelehnte Asylbewerber zur Ausreise
Die Behörden in Nordrhein-Westfalen setzen sich verstärkt dafür ein, dass mehr abgelehnte Asylsuchende Deutschland verlassen. Die Landesregierung konzentriert sich dabei auf freiwillige Rückkehren statt auf teure Abschiebungen. Ein aktueller Fall zeigt, wie sich für eine Familie die Rückkehr nach Aserbaidschan als richtige Entscheidung erwiesen hat.
Mahammad Zeynalov, ein aserbaidschanischer Staatsbürger, beschloss nach der Ablehnung seines Asylantrags, in seine Heimat zurückzukehren. Für seine freiwillige Ausreise erhielt er eine finanzielle Unterstützung von 6.000 Euro – eine Entscheidung, die er heute als richtig bewertet. Sein Beispiel unterstreicht die Bemühungen des Landes, ähnliche Rückführungen zu fördern.
Die Stadt Hamm hat im Rahmen eines speziellen Projekts in den vergangenen drei Jahren bereits 753 freiwillige Ausreisen organisiert. Manche Familien, wie die Demirs, entscheiden sich sogar für die Rückkehr, noch bevor über ihren Asylantrag entschieden wurde.
Abschiebungen bleiben unterdessen kostspielig: Ein einzelner Bundes-Charterflug nach Pakistan schlug kürzlich mit über 400.000 Euro zu Buche. Um solche Ausgaben zu reduzieren, baut Ministerin Josefine Paul die Beratungsangebote aus und schafft 24,5 neue Stellen für Rückkehrberatung. Ziel ist es, mehr abgelehnte Asylbewerber zu einer freiwilligen Ausreise zu bewegen.
Westpol berichtet am Sonntag, 12. Oktober 2025, um 19:30 Uhr ausführlich über das Thema.
Mit finanzieller Unterstützung und erweiterten Beratungsangeboten könnte der Weg der Familie Zeynalov Schule machen. Der Kurswechsel der Behörden kommt zu einer Zeit, in der nach effizienteren Lösungen für abgelehnte Asylfälle gesucht wird – um Kosten zu sparen und die Belastung der Asylsysteme zu verringern.






