NRW bleibt unangefochtene Nummer 1 für Film- und TV-Produktionen in Deutschland
Hiltrud BolnbachNRW bleibt unangefochtene Nummer 1 für Film- und TV-Produktionen in Deutschland
Nordrhein-Westfalen festigt Position als Deutschlands führender Standort für Film- und Fernsehproduktionen
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat seine Spitzenposition als wichtigstes Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen in Deutschland weiter ausgebaut. Der Bundeslandanteil an den bundesweit produzierten Minuten liegt in diesem Jahr bei 44 Prozent – ein Anstieg gegenüber 42 Prozent im Jahr 2022. Eine neue Reform der Fördergelder soll die Branche zusätzlich stärken, insbesondere im Bereich digitaler und Streaming-Inhalte.
Die Bundesregierung hat sich auf einen Kompromiss bei den Filmförderrichtlinien geeinigt. Nach dem neuen Gesetz müssen Streaming-Dienste und Sender mindestens 8 Prozent ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in Produktionen investieren. Ein Teil dieses Budgets fließt zwingend in europäische und deutsche Projekte, wobei spezifische Quoten für deutschsprachige Inhalte gelten.
Unternehmen, die mehr als die geforderten 12 Prozent investieren, können separate Vereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln. Die Reform sieht zudem eine Erhöhung der Fördermittel für kommerzielle Filmproduktionen auf 250 Millionen Euro pro Jahr vor. Nathanael Liminski, Medienminister von NRW, begrüßte die Änderungen und betonte, dass sie Produzenten aller Größenordnungen unterstützen würden – auch kleinere Studios.
NRW bleibt unangefochtener Spitzenreiter in der Unterhaltungsproduktion, vor allem bei digitalen Formaten. Bayern folgt mit 19 Prozent der Gesamtproduktion auf Platz zwei, Berlin liegt mit 13 Prozent auf Rang drei. In der Region sind 158 Produktionsfirmen ansässig, viele davon im Raum Köln konzentriert.
Ziel der Reform ist es, mehr Investitionen in deutsche und europäische Produktionen zu lenken. Angesichts der gestiegenen Fördermittel und klareren Regeln für Streaming-Anbieter wird erwartet, dass NRW seine Vorreiterrolle weiter ausbaut. Die Medienbranche des Landes – bereits die größte Deutschlands – verfügt nun über eine noch solidere finanzielle Grundlage für zukünftige Projekte.
