Nordrhein-Westfalen setzt Maßstäbe im Kinderschutz mit Fachstelle PsG.nrw und regionalen Netzwerken
Hans-Günther KlappNordrhein-Westfalen setzt Maßstäbe im Kinderschutz mit Fachstelle PsG.nrw und regionalen Netzwerken
Ein kürzlicher Besuch in Nordrhein-Westfalen rückte die Bemühungen der Region zur Stärkung des Kinderschutzes in den Fokus. Vertreter aus Politik und Fachkreisen erörterten die Bedeutung ressortübergreifender Zusammenarbeit, digitaler Sicherheitsmaßnahmen sowie professioneller Expertise zur Prävention von Missbrauch. Die Reise zeigte zudem die Vorreiterrolle des Landes bei der Einrichtung spezialisierter Unterstützungssysteme für Kinder und Jugendliche auf.
Nordrhein-Westfalen war 2020 das erste deutsche Bundesland, das eine eigene Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder einrichtete. Die unter dem Namen "PsG.nrw" bekannte Einrichtung bietet Beratung, Schulungen und Vernetzungsmöglichkeiten für Fachkräfte im Kinder- und Jugendschutz. Regionale Außenstellen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster fungieren als zentrale Anlaufstellen und stärken so die präventive Arbeit vor Ort.
Während des Besuchs betonten Expertinnen und Experten die Notwendigkeit gebündelten Wissens, einheitlicher Qualitätsstandards und starker Netzwerke für einen wirksamen Kinderschutz. Themenschwerpunkte waren zudem die Herausforderungen des Schutzes von Kindern in digitalen Räumen sowie die Verzahnung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
Teilnehmende wie Roland Mecklenburg äußerten sich zuversichtlich über die laufende Zusammenarbeit zur Verbesserung der Kindersicherheit. Britta Schühlke unterstrich, dass der Schutz der Kinderrechte eine gemeinsame Verantwortung sei. Claus hingegen warnte davor, den Kinderschutz zu politisieren, und plädierte stattdessen für lösungsorientierte Ansätze auf Basis fachlicher Expertise.
Die mehrtägige Veranstaltung diente dem Austausch, der Identifikation von Lücken und der Verbreitung bewährter Praktiken im Kinderschutz. Das nordrhein-westfälische Modell mit seiner spezialisierten Fachstelle und den regionalen Außenstellen gilt dabei als Vorbild für andere Bundesländer. Im Mittelpunkt steht weiterhin die nachhaltige Zusammenarbeit und die Sicherung professioneller Standards, um gefährdete Kinder und Jugendliche wirksam zu schützen.






