05 February 2026, 09:14

Nobelpreisträger kämpfen für den Erhalt des Lateinunterrichts in Europa

Ein Plakat für die Oper "La Forza del Destino" von G. Verdi, das ein Gemälde mehrerer Personen und Text zeigt.

Nobelpreisträger kämpfen für den Erhalt des Lateinunterrichts in Europa

Eine vielbeachtete Petition zur Bewahrung des Lateinunterrichts an Schulen gewinnt in ganz Europa an Fahrt. Zu ihren Unterstützern zählen drei Nobelpreisträger, renommierte Schriftsteller und führende Wissenschaftler. Die unter dem Motto 'Latein ist kein Luxus – es ist Bildung' geführte Kampagne kann mittlerweile über ein Dutzend Nobelpreisträger als offizielle Fürsprecher verzeichnen.

Die Petition wurde Anfang 2026 gestartet und hat seitdem große Aufmerksamkeit erregt. Bis Februar hatten bereits zwölf Nobelpreisträger unterzeichnet, darunter Mario Capecchi (Medizin, 2007), Eric Kandel (Medizin, 2000) und Peter Handke (Literatur, 2019). Weitere prominente Namen sind der Philosoph Roger Scruton, der Historiker Niall Ferguson und die Althistorikerin Mary Beard.

Zu den Unterzeichnern der Initiative gehören zudem herausragende Persönlichkeiten aus Literatur, Theater und Wissenschaft, etwa die Dramatikerin und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, der Physik-Nobelpreisträger Anton Zeilinger und die Komponistin Olga Neuwirth. Die Website der Petition, aufstehn.at, bleibt für weitere Unterschriften geöffnet.

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Neuwirth feierte unterdessen kürzlich die Uraufführung ihrer neuesten Oper 'Monsters Paradise' in Hamburg. Das gemeinsam mit Jelinek geschaffene Werk ist eine opernhafte Groteske mit vampirischen Figuren namens Vampi und Bampi – Alter Egos der Komponistin und der Librettistin selbst. Die Produktion präsentierte Georg Nigl, frisch ausgezeichnet mit dem 'Österreichischen Musiktheaterpreis 2025' als 'Sänger des Jahres', in der Rolle des gefräßigen 'König-Präsidenten'. Die Premiere markierte den ersten großen Auftrag unter der neuen Intendanz der Hamburger Staatsoper, die das Stück für den Beginn ihrer Amtszeit ausgewählt hatte.

Die Initiatoren der Petition wollen den Bildungsminister davon überzeugen, Latein als Pflichtfach beizubehalten. Mit der Unterstützung von Nobelpreisträgern, Literaturgrößen und Kulturpersönlichkeiten hat sich die Kampagne als gewichtige Stimme in der Debatte um die klassische Bildung positioniert. Die Zahl der Unterschriften auf der Plattform aufstehn.at steigt weiterhin.