26 January 2026, 13:21

Münsters Karnevalsgericht lädt Prominente vor den Scheinrichter – wer wird „verurteilt“?

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung von Menschen in gestreiften Pyjamas, die in einem Raum mit einer Wand und Fenstern im Hintergrund tanzen, mit dem Text "William Hogarth - The Court of the Court of England" unten.

Münsters Karnevalsgericht lädt Prominente vor den Scheinrichter – wer wird „verurteilt“?

Münsters 55. Paohlbürger-Karnevalsgericht verspricht Unterhaltung mit einem Scheinprozess prominenter Persönlichkeiten

Das diesjährige Paohlbürger-Karnevalsgericht in Münster wird das Publikum mit einer humorvollen Gerichtsshow begeistern, in der bekannte Gesichter auf der Anklagebank Platz nehmen. Zu den Prominenten zählen in diesem Jahr Mary Roos, Jörg Draeger, Clemens Tönnies und Oberbürgermeister Tilmann Fuchs, die sich gegen scherzhafte Vorwürfe verteidigen müssen. Die längst ausverkaufte Veranstaltung führt eine langjährige Tradition fort, die vom Paohlbürger-Karnevalsverein organisiert wird.

Der fiktive Prozess, bekannt als „Tennisplatz“-Verhandlung, ist seit über fünf Jahrzehnten ein Höhepunkt des Münsteraner Karnevals. Jeder Prominente sieht sich lustigen Anklagepunkten gegenüber: Clemens Tönnies, Geschäftsführer der Tönnies-Gruppe, wird vorgeworfen, zu viel Geld in den FC Schalke 04 statt in Preußen Münster investiert zu haben. Oberbürgermeister Tilmann Fuchs wehrt sich gegen den Vorwurf, bei städtischen Projekten übermäßig die Farbe Grün eingesetzt zu haben, und beteuert seine Unschuld.

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Die erfahrene Sängerin Mary Roos muss sich zu einem angeblichen Skandal aus ihrer Musikkarriere äußern. Moderator Jörg Draeger, bekannt durch „Der Preis ist heiß“, hat sich unterdessen Harry Wijnvoord als Verteidiger an seine Seite geholt. Alle Beteiligten haben sich gründlich auf ihre Rollen vorbereitet und sorgen so für eine unterhaltsame und lebendige Show. Die Veranstaltung bleibt eine geliebte lokale Tradition, die Satire mit Prominentenauftritten verbindet. Die diesjährige Ausgabe hat besonders großes Interesse geweckt – die Karten waren lange im Voraus ausverkauft.

Der Scheinprozess endet mit einem richterlichen Urteil über die erfundenen Vorwürfe. Auch wenn die Anklagepunkte rein spielerisch sind, unterstreicht die Veranstaltung den karnevalistischen Geist Münsters. Das 55. Paohlbürger-Karnevalsgericht bringt der Stadt einmal mehr Lachen und Unterhaltung.