06 February 2026, 19:23

Müllchaos in Bergisch Gladbach: Warum die Recyclingstellen kollabieren

Zwei gelbe und graue Mülltonnen mit Rädern stehen nebeneinander vor einem Gebäude mit einer Wand und einem Fenster im Hintergrund.

Müllchaos in Bergisch Gladbach: Warum die Recyclingstellen kollabieren

Recycling- und Spendenstellen in Bergisch Gladbach sind in einem desolaten Zustand

Die Recycling- und Spendenannahmestellen in Bergisch Gladbach sind schwer vernachlässigt. Illegale Müllentsorgung und überquellende Container haben die Flächen zu Problemzonen werden lassen – besonders betroffen sind sowohl die Altglas- als auch die Altkleidersammelstellen. Die Stadtverwaltung spricht mittlerweile von einer kritischen Lage und drängt auf rasche Lösungen.

Das Problem hat sich über Monate zugespitzt, vor allem an den Kleiderspendestellen. Sämtliche 12 kommunalen Sammelpunkte leiden unter illegalen Müllablagerungen, die Abfallberge sind längst außer Kontrolle geraten. Als erste Gegenmaßnahme hat die Stadt bereits an acht Standorten Überwachungskameras installiert und an drei besonders gefährdeten Orten die Container abgesperrt – und zwar seit Ende 2025.

Auch die Altglascontainer bereiten zunehmend Sorgen, besonders während der Feiertage. Zwischen Weihnachten und Neujahr blockierten Schnee und Eis die Zufahrten, während ungeleerte Flaschen für zusätzliche Überlastung sorgten. Die Stadt hat daraufhin von den Entsorgungsfirmen gefordert, die Leerungen selbst an Feiertagen aufrechtzuerhalten, um künftige Rückstaus zu vermeiden.

Um die anhaltende Krise in den Griff zu bekommen, prüft die Verwaltung weitere Schritte. Die Videoüberwachung soll auf zehn Standorte ausgeweitet werden, und an fünf stark betroffenen Orten wurde die Abholhäufigkeit verdoppelt. Zudem wird eine Haus-zu-Haus-Abgabe von Altkleidern technisch geprüft – als mögliche Alternative zum bisherigen System. Offiziell thematisiert wird das Problem auf der AIUSO-Sitzung am 24. Februar, nachdem die CDU in einer Anfrage die städtische Vorgehensweise hinterfragt hatte.

Die Stadtverwaltung hat das Ausmaß der Müllkrise an den Recycling- und Spendenstellen eingeräumt. Überwachung, häufigere Leerungen und abgesicherte Container sind an neuralgischen Punkten bereits umgesetzt. In den kommenden Wochen sollen weitere Beratungen und mögliche politische Maßnahmen folgen.

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