03 January 2026, 21:10

Mönchengladbach verwandelt alten Güterbahnhof in autofreies Wohnquartier mit 180 Einheiten

Ein gelbes Gebäude mit Geschäften im Erdgeschoss, von denen eines ein weißes Schild mit der Aufschrift 'Metro' trägt.

Mönchengladbach verwandelt alten Güterbahnhof in autofreies Wohnquartier mit 180 Einheiten

Ein lange verlassener Güterbahnhof in Mönchengladbach steht vor einer grundlegenden Umwandlung in ein neues Wohnquartier. Der Projektentwickler Sanders hat die meisten Altbauten abgerissen und Altlasten beseitigt – damit ist der Weg frei für ein autofreies Quartier mit bis zu 180 Wohneinheiten. Die Pläne für das Gelände, das nun Neller Quartier heißt, wurden kürzlich vom Stadtrat genehmigt.

Sanders hatte das Areal bereits vor mehreren Jahren erworben und zunächst einen Teil für den Bau einer Kita verkauft, bevor er sich auf die verbleibenden 18.000 Quadratmeter konzentrierte. Das Westkreis-Nachbarschaftszentrum wird Anfang 2026 ausziehen, sodass die vollständige Neugestaltung beginnen kann.

Architekt Holger Hartmann stellte Entwürfe vor, die eine parkähnliche Anlage mit einem zentralen Gemeinschaftsbereich vorsehen. Alte Gleisanlagen sollen als Erinnerung an die Geschichte des Ortes erhalten bleiben. Geplant sind Reihenhäuser, mehrgeschossige Mietwohnblocks sowie Flächen für ein medizinisches Versorgungszentrum und kleine Läden.

Alle drei vorgestellten Entwürfe setzen auf Flexibilität und bieten eine Mischung aus Wohnformen – darunter geförderte Wohnungen, Wohnraum für junge Leute und betreutes Wohnen für Senioren. Der Zugang soll auf einen einzigen Eingang von der Industriestraße aus beschränkt werden; unterirdische Parkplätze sorgen dafür, dass das Viertel autofrei bleibt.

Der zuständige Ausschuss stimmte einstimmig für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens. Bei reibungslosem Ablauf könnten die Bauarbeiten bereits 2027 beginnen.

Das Neller Quartier wird dringend benötigten Wohnraum in die Region bringen – mit einer Kombination aus bezahlbarem und spezialisiertem Wohnangebot. Nach Fertigstellung ersetzt die Anlage ein industrielles Relikt durch ein grünes, fußgängerfreundliches Viertel. Nun wartet das Projekt noch auf die endgültige Freigabe durch den Rat, bevor es losgehen kann.

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