Merkur setzt auf US-Markt: Tausende Spielautomaten bis 2027 geplant
Hiltrud BolnbachDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur setzt auf US-Markt: Tausende Spielautomaten bis 2027 geplant
Deutscher Spielautomatenhersteller Merkur drängt auf den US-Markt
Der deutsche Spieleanbieter Merkur will in den USA Fuß fassen und plant, künftig jährlich tausende Spielautomaten zu verkaufen. Das Unternehmen, das weltweit bereits über 100.000 Geräte betreibt, strebt allein für 2025 den Export von 800 bis 1.000 Automaten nach Nordamerika an. Vorstandschef Lars Felderhoff sieht in der Region großes Potenzial – vor allem wegen der starken Marktkonzentration, die den Expansionsplänen zugutekomme.
Merkurs US-Strategie umfasst sowohl klassische als auch digitale Glücksspielangebote. Sämtliche Spielautomaten werden im Werk des Unternehmens im nordrhein-westfälischen Lübbecke produziert, bevor sie über den Atlantik verschifft werden. Bis 2027 peilt das Unternehmen einen jährlichen Absatz von 5.000 Automaten in den USA an – gestützt durch die Übernahme des amerikanischen Spieleherstellers Gaming Arts im Jahr 2025.
Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Merkur steigende Umsätze vermeldet: 2024 erzielte die Gruppe 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit rund 15.300 Beschäftigten will das Unternehmen nun seine Auslandsumsätze ausbauen und bis 2026 auf 2,3 Milliarden Euro steigern. Nach Deutschland bleibt Großbritannien der zweitwichtigste Markt, doch virtuelle Spiele und digitale Casino-Plattformen sollen beim US-Engagement eine zentrale Rolle spielen.
Felderhoff betont, dass die stark konzentrierte Struktur des amerikanischen Glücksspielmarkts eine große Chance biete. Neben Spielautomaten plant Merkur den Aufbau von Online-Plattformen, die speziell auf US-Spieler zugeschnitten sind.
Der Markteintritt in den USA beginnt 2025 mit 800 bis 1.000 Spielautomaten, innerhalb von drei Jahren soll die Zahl auf 5.000 Geräte pro Jahr steigen. Die wachsenden Umsätze und die Übernahme von Gaming Arts unterstreichen das langfristige Engagement des Unternehmens. Digitale und virtuelle Spielangebote werden die Expansion in Nordamerika zusätzlich vorantreiben.






