Massiver Widerstand gegen Bahn-Projekte: 38.000 Unterschriften für Stopp der Hochgeschwindigkeitsstrecken
Veronique HänelMassiver Widerstand gegen Bahn-Projekte: 38.000 Unterschriften für Stopp der Hochgeschwindigkeitsstrecken
Petition gegen neue Hochgeschwindigkeitsstrecken in Deutschland erhält starke Unterstützung
Eine Petition gegen geplante Hochgeschwindigkeitsprojekte der Deutschen Bahn hat breite Zustimmung gefunden. Lokale Initiativen und Verbände haben sich zusammengeschlossen, um die Pläne für schnellere Zugverbindungen zwischen großen Städten zu hinterfragen. Ihre Forderungen umfassen den Verzicht auf neue Trassen sowie eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten auf bestehenden Strecken.
Die unter dem Motto „Deutschlandfahrplan überdenken“ gestartete Petition geht auf die Bürgerinitiative Widuland, den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband in Ostwestfalen und lokale Frauenverbände zurück. Gemeinsam sammelten sie rund 38.000 Unterschriften – davon 31.000 in Papierform und 6.600 online.
Die Unterzeichner argumentieren, dass der Ausbau des bestehenden Schienennetzes eine nachhaltigere und kostengünstigere Alternative darstelle. Sie lehnen die geplante Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld ab, die zusätzliche Gleise für Züge mit bis zu 300 km/h vorsehen würde. Das Projekt soll die Fahrzeit von derzeit 48 auf 31 Minuten verkürzen.
Die Bahnplaner haben zwölf mögliche Trassenvarianten für die neue Strecke vorgeschlagen. Der Petitionsausschuss in Berlin wird mehrere Monate benötigen, um die Eingabe zu prüfen, bevor sie auf die Tagesordnung gesetzt wird.
In der Petition wird eine grundlegende Überarbeitung des Deutschlandtakts gefordert. Sie verlangt den Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsstrecken und eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten. In den kommenden Monaten wird der Ausschuss entscheiden, ob er weitere Schritte auf Basis des Vorschlags einleitet.






