29 April 2026, 05:26

Marathon-Theater erlebt in Deutschland ein spektakuläres Revival nach der Pandemie

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

Marathon-Theater erlebt in Deutschland ein spektakuläres Revival nach der Pandemie

Deutsche Theater feiern ein Comeback der Marathon-Aufführungen

Das diesjährige Berliner Theatertreffen präsentierte einige der längsten Stücke der letzten Jahre – und das Publikum strömt zu den monumentalen Inszenierungen, die die üblichen Spieldauern bei Weitem übersteigen.

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Der Trend zu ausufernden Theaterabenden ist nicht neu. Bereits 1999 dauerte Luk Percevals Schlachten bei den Salzburger Festspielen volle zwölf Stunden. 2023 folgte mit Die Brüder Karamasow am Schauspielhaus Bochum eine siebenstündige Adaption.

Beim diesjährigen Theatertreffen (1. bis 17. Mai) zeigte das Münchner Kammerspiele mit Wallenstein: Ein Fest des Krieges in sieben Gängen erneut ein siebenstündiges Epos – die Karten waren schnell ausverkauft. Auch die Berliner Volksbühne bringt Peer Gynt zurück auf die Bühne, dessen erster Teil allein acht Stunden in Anspruch nimmt.

Die Wende kommt nach der Pandemie, als Theater vor allem kürzere, pausenlose Stücke anboten. Nun besinnen sich die deutschen Bühnen auf ihre Tradition des anspruchsvollen, langformatigen Erzählens. Das Theatertreffen selbst lädt jährlich zehn herausragende Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein – oft mit Vorliebe für mutige, ausgedehnte Werke. Offizielle Statistiken zu Spieldauern führt der Deutsche Bühnenverein allerdings nicht.

Die Nachfrage nach Theater-Marathons bleibt ungebrochen: Zuschauer:innen füllen die Säle für Inszenierungen, die Grenzen sprengen. Zwar gibt es keine amtlichen Daten zu diesem Trend, doch Festivals wie das Theatertreffen beweisen, dass epische Stücke nach wie vor faszinieren. Die Theater der Region zeigen: Für viele ist Länge kein Hindernis, sondern ein Magnet.

Quelle