Düren diskutiert Rückkehr der Kitagebühren – Eltern protestieren gegen geplante Kosten
Veronique HänelDüren diskutiert Rückkehr der Kitagebühren – Eltern protestieren gegen geplante Kosten
Kitagebühren könnten in Düren nach Jahren kostenloser Betreuung zurückkehren
Der Kreistag in Düren berät heute über die Wiedereinführung von Elternbeiträgen für Kitas – eine Maßnahme, die dem Haushalt Millionen einbringen könnte. Eltern und Verantwortliche sind jedoch gespalten über den geplanten Schritt.
Seit 2018 zahlen die meisten Familien in Düren keine Gebühren für die Kinderbetreuung. Nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro mussten bisher Beiträge leisten. Doch die steigende Verschuldung des Kreises zwingt die Behörden nun zum Umdenken.
Die Bezirksregierung Köln lehnte die Änderung zunächst ab, hat ihre Haltung inzwischen aber revidiert. Sie fordert bis zum 23. Oktober eine detaillierte Stellungnahme zu den neuen Regelungen. Falls der Beschluss fällt, würden die Gebühren ab August 2026 wieder erhoben – gestaffelt nach dem Einkommen der Eltern.
Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert den Vorstoß scharf und wirft den Politikern Täuschung vor. Gleichzeitig treten am 1. November 2025 ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt an, was die endgültige Entscheidung noch beeinflussen könnte.
Die Wiedereinführung der Gebühren könnte die finanzielle Belastung für den Kreis Düren verringern, indem sie zusätzliche Einnahmen generiert. Familien mit geringem Einkommen könnten jedoch weiterhin ermäßigte Sätze zahlen oder ganz befreit werden – je nach endgültiger Ausgestaltung. Die heutige Entscheidung des Kreistags wird die Kosten für die Kinderbetreuung auf Jahre hinaus prägen.






