25 January 2026, 20:53

Mainz feiert mit strengen Regeln den Start in die Karnevalssaison 2025

Plakat für einen Karneval in Paris, Frankreich, mit einer Gruppe von Menschen in bunten Kostümen und Hüten, wobei eine Person ein Musikinstrument hält, und wahrscheinlich Werbung für den Karneval.

Mainz feiert mit strengen Regeln den Start in die Karnevalssaison 2025

Mainz hat mit großer Feier am Schillerplatz die Karnevalssaison 2025 eröffnet

Am 11. November startete Mainz um 11:11 Uhr mit einer festlichen Veranstaltung am Schillerplatz in die neue Karnevalssaison 2025. Rund 9.000 Jecken versammelten sich unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen, die im Vorfeld für Diskussionen sorgten. Die Stimmung blieb weitgehend friedlich, doch einige Einschränkungen stießen bei den Besuchern auf Kritik.

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) führte in diesem Jahr strenge Besucherobergrenzen ein: Die Teilnehmerzahl wurde auf 9.000 begrenzt, der Zutritt war nur mit Ticket möglich. Wie die Veranstalter mitteilten, seien die Maßnahmen eine Reaktion auf verschärfte Sicherheitsbestimmungen und steigende Kosten. Zudem war der Zugang zum Balkon des Osteiner Hofs ausschließlich ausgewählten Journalisten vorbehalten – was die Unzufriedenheit weiter schürte.

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Der Oberbürgermeister eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Appell für Frieden angesichts globaler Konflikte und erklärte offiziell den Beginn der "fünften Jahreszeit". Anschließend betraten die Mainzer Hofsänger die Bühne und gaben mit ihrem Auftritt einen Vorgeschmack auf ihr im nächsten Jahr anstehendes 100-jähriges Jubiläum. Einzelne Rufe nach einer "Fastnacht für alle!" durchbrachen zwischendurch die ausgelassene Stimmung – der einzige sichtbare Protest in einer ansonsten fröhlichen Menge. Die Polizei verzeichnete zehn Straftaten, meist Beleidigungen und leichte Körperverletzungen, bewertete die Gesamtatmosphäre aber als friedlich. Während der SWR auf eine Übertragung der Karnevalsveranstaltungen verzichtete, übertrug der WDR stattdessen live von der Eröffnungssitzung in Köln.

Die Veranstaltung verlief ohne größere Zwischenfälle, doch die Sicherheitsmaßnahmen des MCV stießen auf Widerstand. Die Organisatoren rechtfertigten die Beschränkungen bei Besucherzahlen und Zugang als notwendig. Trotz der Änderungen blieb der Karneval seinen Traditionen treu – eine Mischung aus Feierlaune und dem Aufruf zu Einheit in unsicheren Zeiten.