08 December 2025, 16:52

Letzte Aktivisten kämpfen um den „Sünderwald“ im Hambacher Forst

Eine Warnschild ist an einem Tor vor einer Baustelle angebracht, mit Häusern und Bäumen im Hintergrund.

Letzte Aktivisten kämpfen um den „Sünderwald“ im Hambacher Forst

Teaser: Der Energiekonzern RWE braucht die Braunkohle nicht mehr – aber den Boden darüber. Deshalb könnten nun weitere Bäume gefällt werden.

  1. Oktober 2025, 13:52 Uhr

Aktivisten bereiten sich darauf vor, die Räumung des „Sünderwalds“ in Manheim zu widerstehen – dem letzten verbleibenden Abschnitt des einst weit größeren Hambacher Forstes. Die Stadt Kerpen hat ein Betretungsverbot für das Gebiet erlassen, das ab dem 6. Oktober um Mitternacht in Kraft tritt. Eine kleine Gruppe von Aktivisten, bekannt als die „Hüter des Sünderwalds“, hat den Ort bereits besetzt, um die Abholzung zu stoppen.

Der etwa ein Hektar große Wald, in dem über den Sommer Baumhäuser entstanden sind, soll in den kommenden Tagen geräumt werden. RWE, der Grundbesitzer, benötigt die darunter liegende Braunkohle nicht mehr, plant jedoch, den Boden für zukünftige Seenprojekte zu nutzen. Trotz der teilweisen Rettung des Hambacher Forstes 2018 blieb dieser letzte Abschnitt – Spitzname „Sünderwald“ – nicht verschont.

Die Räumung des „Sünderwalds“ steht nun unmittelbar bevor, rechtliche Einschränkungen sollen Eingriffe verhindern. Die Protestierenden sammeln weiterhin Vorräte und Unterstützung für die bevorstehende Aktion. Das Ergebnis wird entscheiden, ob dieses letzte Fragment des Hambacher Forstes überlebt oder für RWEs Bauvorhaben weichen muss.

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