07 February 2026, 17:17

Laumanns radikale Gesundheitsreform: Ausgaben sollen sich am Beitragsaufkommen orientieren

Ein Plakat des Kapitols mit den Worten "Maganomics" und "Medicare verliert die Fähigkeit, Preise für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu verhandeln", vor einem klaren blauen Himmel.

Laumanns radikale Gesundheitsreform: Ausgaben sollen sich am Beitragsaufkommen orientieren

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann schlägt weitreichende Reformen der Gesundheitsfinanzierung in Deutschland vor. Sein Plan knüpft die Ausgaben für medizinische Leistungen und Arzneimittel direkt an das Beitragsaufkommen der Krankenkassen. Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der die Debatten über die Beitragspflicht von Beamten und Steuererhöhungen auf ungesunde Produkte anhalten.

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Im Mittelpunkt von Laumanns Vorschlag steht eine einnahmenbasierte Ausgabenpolitik für das Gesundheitssystem. Demnach würden die Aufwendungen für Medikamente und Behandlungen steigen oder sinken – je nach finanzieller Entwicklung der Krankenversicherer. Der Minister argumentiert, dies schaffe ein nachhaltigeres Finanzmodell für den Sektor, der derzeit jährlich rund 500 Milliarden Euro ausgibt.

Der CDU-Politiker lehnt zudem einen SPD-Plan ab, der vorsieht, alle Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen. Er warnte, ein solcher Schritt würde sowohl den Bund als auch die Länder erheblich belasten. Bei einer Umsetzung müssten die Länder die medizinischen Kosten für Pensionäre tragen und zudem Arbeitgeberanteile für neu eingestellte Beamte übernehmen.

Auf einer anderen Ebene wies Laumann Forderungen nach höheren Steuern auf Tabak und Zucker zurück. Er erklärte, der aktuelle Zeitpunkt sei für solche Diskussionen ungeeignet – trotz laufender Debatten über Präventionsmaßnahmen und öffentliche Gesundheit.

Laumanns Vorhaben zielen darauf ab, die Gesundheitsausgaben an die verfügbaren Mittel anzupassen, ohne zusätzliche Belastungen für die öffentlichen Haushalte zu schaffen. Die Ablehnung von Steuererhöhungen auf Tabak und Zucker unterstreicht dabei den Fokus auf strukturelle Reformen statt auf Einnahmesteigerungen. Die Umsetzung dieser Pläne könnte die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems in den kommenden Jahren grundlegend verändern.