Kovačs vorsichtige Strategie: Dortmund kämpft mit Verletzungen und Wolfsburg-Duell
Hans-Günther KlappVor der Rückkehr nach Wolfsburg: Kovac warnt BVB zur Vorsicht - Kovačs vorsichtige Strategie: Dortmund kämpft mit Verletzungen und Wolfsburg-Duell
Niko Kovač hat ein Jahr als Cheftrainer von Borussia Dortmund absolviert – und das Team in dieser Zeit von Platz 11 in die Champions League geführt. Aktuell auf Rang zwei der Bundesliga, sechs Punkte hinter dem FC Bayern München, blickt er mit Zurückhaltung auf die kommende Saison. Verletzungen wichtiger Spieler und das schwierige Auswärtsspiel gegen seinen Ex-Klub VfL Wolfsburg verschärfen die Herausforderungen.
Kovač übernahm das Traineramt in Dortmund Anfang 2023 und führte die Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle auf einen vierten Platz. Seine erste Saison endete mit der Qualifikation für die Champions League – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum 11. Tabellenplatz bei seinem Amtsantritt. Trotz dieses Erfolgs vermeidet er es, von Meisterschaftsambitionen zu sprechen, und setzt stattdessen auf die Festigung der aktuellen Position.
Doch nun muss der BVB Rückschläge verkraften: Zwei Leistungsträger fallen verletzungsbedingt aus. Filippo Mané wird nach einem Muskelfaserriss vier bis sechs Wochen fehlen. Auch Emre Can laboriert an Adduktorenproblemen, seine Einsatzfähigkeit für die kommenden Spiele ist ungewiss.
Blickt man voraus, steht das Duell gegen Wolfsburg an – einen Verein, den Kovač einst selbst trainierte. Zwar liegt sein ehemaliger Klub aktuell nur auf Platz 14, doch der BVB-Coach warnt vor einer Unterschätzung. Seit dem 5. Februar 2026 hat Dortmund kein Bundesliga-Spiel mehr bestritten, die Punktedifferenz zu Bayern bleibt damit unverändert. Kovač betont immer wieder, wie wichtig konstante Leistungen seien – statt großer Ankündigungen.
Für den BVB beginnt nun eine entscheidende Phase: Verletzungsbedingte Personalprobleme und das knifflige Spiel in Wolfsburg stehen bevor. Kovačs pragmatischer Ansatz spiegelt den Willen des Vereins wider, Ergebnisse zu sichern, ohne zu hoch zu pokern. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob seine vorsichtige Taktik die Mannschaft in der Spitzengruppe halten kann.
