Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren markiert nächsten Rückbauschritt
Hans-Günther KlappKontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren markiert nächsten Rückbauschritt
Kraftwerk Ibbenbüren: Geplante Sprengung des Schornsteins und Filteranlagen am 22. Februar 2024
Am 22. Februar 2024 steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große kontrollierte Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen in einer präzise geplanten Detonation zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt das Ereignis live – wie bereits im April 2023, als der Kühlturm und das Kesselhaus gesprengt wurden.
Die Abrissarbeiten waren in der Vergangenheit aufgrund von Sicherheitsbedenken mehrfach verzögert worden. Jens Hofmann, der im Auftrag des Abrissunternehmens Hagedorn die Leitung übernommen hat, sorgt nun dafür, dass alles reibungslos verläuft. Der Beton des bereits gesprengten Kühlturms wird wiederverwendet, um ein Aufprallbett für die Landung des Schornsteins zu schaffen.
Auch das Schrottmetall aus den Entschwefelungsanlagen geht nicht verloren: Es wird eingeschmolzen und recycelt. Bis Juni 2026 soll das gesamte Gelände geräumt sein, bevor der Netzbetreiber Amprion die Fläche übernimmt. Geplant ist dort der Bau eines Umrichters zur Einspeisevergütung von Windstrom. Die Live-Übertragung des WDR gibt Zuschauern die Möglichkeit, die Sprengung hautnah mitzuerleben. Sie markiert einen weiteren Schritt beim Rückbau des Kraftwerks, nachdem bereits Kühlturm und Kesselhaus abgerissen wurden.
Nach Abschluss der Abrissarbeiten erhält das Gelände unter der Regie von Amprion eine neue Bestimmung. Das Unternehmen will dort einen Umrichter für die Einspeisevergütung von Windstrom errichten. Die vollständige Beräumung des Areals soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein – alle Materialien werden entweder recycelt oder wiederverwendet.
