Kölner Derby-Desaster: Boykott der Fans und ein Skorpion-Tor gegen Leverkusen
Veronique HänelKölner Derby-Desaster: Boykott der Fans und ein Skorpion-Tor gegen Leverkusen
Kölner Derbytag zum Vergessen
Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derbytag zum Vergessen? "Nein!" betonte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen beschäftigte ihn vor allem die Situation einiger Kölner Fans, die beim verdienten 0:2 (0:0) ihres Teams bei Bayer 04 Leverkusen wegen eines Boykotts auffällig abwesend waren.
Der Auswärts-Krimi mit leeren Rängen und einem Skorpion-Treffer
Das Auswärtsderby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen am 13. Dezember 2025 nahm eine ungewöhnliche Wendung: Hunderte der treuesten Kölner Anhänger verließen aus Protest das Stadion. Der Boykott, ausgelöst durch Vorwürfe über überzogene Polizeikontrollen, ließ den Gästeblock unheimlich leer wirken. Auf dem Platz sicherte sich Leverkusen mit einem 2:0-Sieg den Dreier – besiegelt durch einen spektakulären "Skorpion-Kick" von Martin Terrier zum Führungstor.
Rund 500 bis 600 Mitglieder der aktiven Kölner Fanszene, darunter auch die Ultras, organisierten einen koordinierten Abmarsch aus der BayArena kurz nach Anpfiff. Ihr Protest richtete sich gegen angeblich unnötig aufdringliche Einlasskontrollen durch die Behörden. Selbst Leverkusens Ultras schlossen sich zeitweise dem Boykott an – was die Stimmung in einem Spiel, das sonst von hitziger Rivalität geprägt ist, weiter dämpfte.
Die Aktion unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen den Kölner Fans und den Sicherheitsmaßnahmen, während die sportliche Krise des Teams anhält. Ein Sieg gegen Union Berlin wird nun zum Muss, um nicht weiter in Richtung Abstiegszone abzurutschen. Bayer 04 Leverkusen hingegen festigt mit dem Erfolg die Position in der oberen Tabellenhälfte – und Terriers Traumtor könnte als einer der Höhepunkte der Saison in Erinnerung bleiben.
