KI-Revolution in NRW: 51 smarte Lösungen für die Fertigung der Zukunft
Dimitri EigenwilligKI-Revolution in NRW: 51 smarte Lösungen für die Fertigung der Zukunft
Ein großes KI-Vorhaben in Nordrhein-Westfalen hat 51 praktische Anwendungen für die Fertigungsindustrie hervorgebracht – mit Schwerpunkt auf der Optimierung von Schichtplanung und Qualitätssicherung. Das Projekt Data Factory NRW, das mit 9,2 Millionen Euro Landesmitteln gefördert wurde, hat zudem 30 weitere KI-Lösungen speziell für kleine und mittlere Unternehmen in der Region entwickelt.
Geleitet wurde das Vorhaben vom Technologienetzwerk it’s OWL in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Schmitz Cargobull, Claas und NTT DATA Business Solutions. Mit einem Gesamtbudget von 14,5 Millionen Euro beteiligten sich außerdem Duvenbeck Logistik, MotionMiners sowie mehrere Fraunhofer-Institute an der Initiative.
Im Claas-Werk in Harsewinkel kam etwa ein neues Assistenzsystem für Mitarbeiter in der Mähdrescher-Produktion zum Einsatz. Es digitalisiert Auftragsabläufe und stellt Echtzeitinformationen über eine Weboberfläche und industrielle IoT-Verbindungen bereit. Aktuell unterstützt es 120 Arbeitsplätze, eine internationale Ausweitung ist geplant. Zudem wird ein generativer KI-Chatbot auf seine Integration getestet. Schmitz Cargobull wiederum entwickelte am Standort Vreden ein digitales Fabrikmodell, das als zentrale Datendrehscheibe für die Produktionsplanung dient und mithilfe von KI 3D-Punktwolken verarbeitet. Die KI-Kompetenzplattform AI.NRW nahm die Data Factory NRW in ihr Leuchtturmprogramm auf und setzt KI in den Bereichen Fabrikplanung, Logistik und Unternehmensarchitektur ein. Das it’s OWL-Netzwerk möchte die erprobten KI-Methoden und -Werkzeuge auch kleineren Betrieben zugänglich machen. Zwar wurden die konkreten Unternehmen hinter den 30 zusätzlichen Anwendungen noch nicht öffentlich genannt, doch die Initiative treibt die breitere Einführung weiter voran.
Bisher hat die Data Factory NRW bereits 51 KI-Lösungen in der Produktion umgesetzt, weitere 30 befinden sich in der Vorbereitung. Die Systeme sollen Abläufe optimieren – von der Schichtorganisation bis hin zur Echtzeit-Unterstützung in der Fertigung. Das landesgeförderte Projekt strebt nun eine Ausweitung an, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen in der Region.
