Kempen setzt auf Solarenergie für klimaneutrales Gewerbegebiet bis 2026
Hiltrud BolnbachKempen setzt auf Solarenergie für klimaneutrales Gewerbegebiet bis 2026
Kempen startet Großoffensive für Klimaneutralität
In Kempen läuft derzeit eine bedeutende Initiative zur Erreichung der Klimaneutralität. Die Stadt hat gemeinsam mit lokalen Unternehmen und Energieversorgern ein Projekt gestartet, um das Gewerbegebiet "Industriering Ost / Am Selder“ in einen klimaneutralen Wirtschaftsstandort zu verwandeln. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der Solarenergie als zentraler Baustein der Energiewende.
An der Zusammenarbeit beteiligt sind die Stadt Kempen, die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Stadtwerke Kempen sowie der Kempener Unternehmenskreis (UKK). Sie unterzeichneten am 25. November 2024 eine Absichtserklärung, um ihr Engagement zu besiegeln. Eine zuvor in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie prüft derzeit, wie das Gewerbegebiet vollständige Klimaneutralität erreichen kann.
Auf einer kürzlichen Veranstaltung zeigten lokale Unternehmen großes Interesse am Ausbau der Photovoltaik (PV)-Kapazitäten. Diskutiert wurden praktische Fragen wie Brandschutz, Versicherungsschutz und Netzstabilität. Zudem wurde die Initiative "Bürgerenergie Kempen“ vorgestellt, die von den Stadtwerken Kempen und der örtlichen Energiegenossenschaft unterstützt wird. Die Stadt selbst geht mit gutem Beispiel voran und rüstet kommunale Gebäude mit neuen PV-Anlagen aus. Das Unternehmen Aloys Müller GmbH teilte unterdessen Erfahrungen aus seinem eigenen Übergang zu klimaneutralen Betriebsabläufen – ein Wissensaustausch, der anderen Betrieben im Gebiet als Leitfaden dienen soll.
Kempen hat bereits einen kommunalen Wärmeplan finalisiert, dessen Umsetzung 2026 beginnen soll. Das übergeordnete Ziel bleibt klar: Solarenergie soll das Rückgrat einer nachhaltigen Zukunft des Gewerbegebiets werden.
Das Projekt markiert einen konkreten Schritt zur Reduzierung der Emissionen im Kempener Industriesektor. Mit Unternehmen, die nach mehr PV-Lösungen fragen, und der Stadt, die in erneuerbare Infrastruktur investiert, gewinnt die Initiative an Fahrt. Die Umsetzung des Wärmeplans ab 2026 wird den Wandel zur Klimaneutralität zusätzlich beschleunigen.
