04 April 2026, 22:29

Kalter Mord nach 22 Jahren: Nachbar soll Kellner aus Bad Driburg erwürgt haben

Ein historisches Prozessdokument zeigt ein Blatt mit Porträts, Vorhängen und Text, das einen Prozess wegen Vergewaltigung darstellt.

Homophobie? Prozess um Mord an Kellner nach 22 Jahren - Kalter Mord nach 22 Jahren: Nachbar soll Kellner aus Bad Driburg erwürgt haben

Ein 57-jähriger Mann aus Kürten steht seit dieser Woche vor dem Landgericht Paderborn wegen des Mordes an seinem 29-jährigen Nachbarn – eine Tat, die sich vor über zwei Jahrzehnten ereignete. Die Verhandlung markiert den Beginn eines Prozesses, der seit November 2003 ungelöst blieb.

Das Opfer, ein Kellner, wurde gefesselt und erwürgt in seiner Wohnung in Bad Driburg aufgefunden. Den Ermittlungen zufolge überfiel der Angeklagte den Mann in seiner Wohnung, fesselte ihn und tötete ihn mit dem Kabel eines Staubsaugers. Zudem wird dem Beschuldigten vorgeworfen, die Geldbörse, das Handy und die Webcam des Opfers gestohlen zu haben.

Erst durch DNA-Spuren, die am Tatort und am Körper des Opfers gesichert wurden, konnte der Mann Anfang 2025 festgenommen werden. Die Behörden vermuteten zunächst ein homophober Hintergrund, da das Opfer homosexuell war, doch ein Tatverdächtiger blieb damals unermittelt. Die Staatsanwaltschaft geht nun von zwei möglichen Motiven aus: einer angeblichen Abneigung des Angeklagten gegen Homosexuelle sowie dessen finanziellen Schwierigkeiten.

Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. Das Gericht hat weitere Termine angesetzt; bis Januar 2026 sind acht zusätzliche Verhandlungstage geplant.

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Der Prozess folgt auf eine über 20 Jahre andauernde Ermittlung. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und Diebstahls. Der Fall sorgt wegen der langen Ermittlungsdauer und des möglichen Hassverbrechens-Hintergrunds für besonderes Aufsehen.

Quelle