K-Messe 2024: Chinas Aufstieg verändert den globalen Kunststoffmarkt radikal
Hiltrud BolnbachChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - K-Messe 2024: Chinas Aufstieg verändert den globalen Kunststoffmarkt radikal
Die K-Messe, die weltweit führende Fachmesse für Kunststoffe und Kautschuk, fand vom 9. bis 16. Oktober 2024 in Düsseldorf statt. In diesem Jahr zog die Veranstaltung rund 3.200 Aussteller an und verzeichnete über 180.000 Besucher. Im Mittelpunkt standen tiefgreifende Verschiebungen auf dem globalen Markt, bei denen Europa und die USA im Maschinenbau an Boden gegenüber China verlieren.
Seit dem Jahr 2000 hat sich der Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen dramatisch gewandelt. Chinas Marktanteil stieg von lediglich 4 % auf 32 % im Jahr 2024 und machte das Land damit zum dominierenden Akteur. Gleichzeitig sank der Anteil der USA im gleichen Zeitraum deutlich von 18 % auf 7 %.
Auch Europa hat an Einfluss eingebüßt: Sein Marktanteil lag 2024 bei 43 %. Deutschland bleibt jedoch der mit Abstand wichtigste europäische Standort und trägt etwa die Hälfte des kontinentalen Geschäftsvolumens bei. 2023 betrug der Produktionswert europäischer Kunststoff- und Kautschukmaschinen 17,7 Milliarden Euro – fast die Hälfte davon entfiel auf deutsche Hersteller.
Auf der K-Messe wurden aktuelle Trends in Materialnutzung und Recycling präsentiert. In Deutschland entfallen die Hauptanwendungen von Kunststoffen auf Verpackungen (30 %), den Bausektor (24 %) und Fahrzeuge (11 %). Kreislauffähige Materialien machten 2023 etwa 20 % der Kunststoffproduktion aus, vor allem durch mechanisches Recycling. Während China bei Standardmaschinen führend ist, setzt Europa weiterhin Maßstäbe bei Hochtechnologie-Anlagen.
Die K 2024 unterstrich Chinas wachsenden Einfluss auf dem Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen. Europa und Deutschland behalten zwar eine starke Position bei hochwertigen Lösungen, doch ihr Gesamtmarktanteil geht weiter zurück. Die Messe spiegelte zudem den allmählichen Wandel der Branche hin zu nachhaltigeren Produktionsmethoden wider.






