Jörg Wagner verlässt das *Medienmagazin* – und startet mit *Medienhölle* durch
Hans-Günther KlappJörg Wagner verlässt das *Medienmagazin* – und startet mit *Medienhölle* durch
Jörg Wagner, der langjährige Moderator des Medienmagazins bei radioeins, hat nach einem von RBB erzwungenen Ruhestand die Bühnen des Fernsehens heute verlassen. Der 66-jährige Journalist beendete seine Karriere mit einer Abschiedssendung – doch die Führungsetage des Senders blieb fern. Nun startet er gemeinsam mit seinem Kollegen Philipp Nitzsche einen neuen Podcast namens Medienhölle.
Wagners Abschied ist Teil der anhaltenden Sparmaßnahmen des RBB. Der Sender hat die Anzahl der Medienmagazin-Folgen drastisch reduziert und das Format auf vorproduzierte Sendungen umgestellt. Seine Verabschiedung fand nicht im Büro der Intendantin, sondern auf der Dachterrasse des RBB-Medienhauses statt – zusammen mit anderen langjährigen radioeins-Moderator:innen, die ebenfalls altersbedingt den Sender verlassen müssen.
Unter der Führung von Ulrike Demmer unterliegt selbst Wagners langjähriger Podcast, der an die Sendung angebunden war, nun der Redaktionskontrolle. Seine letzte Ausstrahlung fiel mit der Ankündigung von Medienhölle zusammen, einem neuen Projekt mit seinem Radiokollegen Philipp Nitzsche. Die erste Folge erscheint am selben Tag, an dem das Medienmagazin seine letzte vorproduzierte Ausgabe sendet.
Wagner begann seine Radiolaufbahn bei DT64, dem Jugendradio der DDR, bevor er zu einer festen Größe bei radioeins wurde. Bekannt für seinen scharfen Witz und seinen makabren Humor, blieb die Teilnahme der RBB-Spitze an seiner Abschiedssendung aus. Der neue Podcast Medienhölle wird sich auf Medieninnovationen und die Entwicklung frischer Inhalte jenseits klassischer Formate konzentrieren.
Das Ende des Medienmagazins in seiner ursprünglichen Form markiert einen Wandel beim RBB, der seine Budgets strafft und das Programm umgestaltet. Mit dem Wechsel ins Podcast-Format bleibt Wagners Stimme zwar im Mediendiskurs präsent – allerdings nun außerhalb der Kontrolle des Senders. Während die langjährige RBB-Sendung ausläuft, startet die erste Folge von Medienhölle.
