Jäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Waffenbesitzkarten rechnen
Hans-Günther KlappJäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Waffenbesitzkarten rechnen
Jäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für die Verlängerung ihrer Waffenbesitzkarten rechnen – Grund sind neue bundesweite Vorschriften. Die Änderungen ergeben sich aus dem Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems, das die Überprüfungen der Zuverlässigkeit verschärft. Rund 2.400 Jäger mit gültigem Jagdschein in der Region müssen ihre Anträge nun frühzeitiger einplanen.
Ab dem 1. Dezember 2025 sollten Jäger, deren Genehmigungen zum 31. März 2026 auslaufen, ihre Verlängerungsanträge einreichen. Die zuständige Jagdbehörde des Kreises bearbeitet jährlich bis zu 500 Anträge – doch mit Verzögerungen ist nun zu rechnen.
Das überarbeitete Gesetz sieht umfassendere Hintergrundprüfungen vor, an denen die örtliche Polizei und das Zollkriminalamt beteiligt sind. Wer in den letzten zehn Jahren aus einem anderen Bundesland nach Herford gezogen ist, dessen frühere Polizeibehörden müssen ebenfalls angefragt werden.
Antragsteller müssen keinen Nachweis über die Jagdhaftpflichtversicherung mehr vorab vorlegen. Allerdings müssen sie diesen später erbringen – entweder bei der Abholung des Scheins oder vor der endgültigen Genehmigung. Sämtliche Unterlagen werden über das Online-Portal des Kreises unter Öffentliche Ordnung und Einbürgerung eingereicht.
Durch die strengeren Kontrollen verlängern sich die Bearbeitungszeiten für alle Jagdscheinanträge. Jäger müssen ihre Unterlagen nun früher einreichen und sicherstellen, dass die Versicherungsdetails vor der finalen Genehmigung vorliegen. Die neuen Regelungen gelten für Neu- und Verlängerungsanträge im Kreis Herford.






