Gütersloh reformiert seine Verwaltung: Weniger Kosten, mehr Effizienz bis 2025
Hans-Günther KlappGütersloh reformiert seine Verwaltung: Weniger Kosten, mehr Effizienz bis 2025
Der Stadtrat von Gütersloh hat eine umfassende Umstrukturierung der Verwaltungsorganisation beschlossen. Die Änderungen zielen darauf ab, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Kosten zu senken und die Zuständigkeiten zwischen den Fachbereichen klarer zu regeln. Mehrere zentrale Anpassungen treten schrittweise zwischen Mai und Dezember 2025 in Kraft.
Den Auftakt der Reform bildet zum 1. Mai 2025 die Auflösung des Dezernats "Kultur und Weiterbildung". Dieser Schritt folgt auf den Ruhestand des stellvertretenden Bürgermeisters Andreas Kimpel und geht mit der Streichung einer Beigeordnetenstelle einher. Die Maßnahme ist Teil einer übergeordneten Strategie, um die Verwaltung schlanker zu gestalten und langfristig Ausgaben zu reduzieren.
Die kulturellen Aufgaben werden neu verteilt: Das Kulturamt, die Kultur Räume Gütersloh sowie das NRW-Kultursekretariat unterstehen künftig direkt Bürgermeister Matthias Trepper. Die operative Leitung der Kultur Räume Gütersloh geht an den neu gebildeten Kulturausschuss über, dessen konkrete Aufgaben jedoch noch nicht abschließend geklärt sind. Die Volkshochschule und die Stadtbücherei werden hingegen in das Ressort von Henning Matthes eingegliedert, das künftig unter dem Namen "Bildung, Soziales und Sport" firmiert.
Digitalisierungs- und IT-Fragen werden künftig im Hauptausschuss behandelt, während die Wirtschaftsförderung in den Finanzausschuss wechselt. Die Volkshochschule fällt in den Zuständigkeitsbereich des Bildungsausschusses. Zudem wird die Geschäftsordnung des Rates überarbeitet: Aus dem bisherigen Integrationsrat wird der Ausschuss für Chancengleichheit und Integration.
Ab dem 1. Dezember 2025 entsteht zudem eine neue Stabsstelle für Arbeitssicherheit und betriebliche Gesundheitsprävention, die direkt dem Bürgermeister unterstellt ist. Diese Einheit widmet sich dem Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie präventiven Maßnahmen in der Stadtverwaltung.
Zur Entlastung von Bürgermeister Trepper wurden Markus Kottmann (CDU) zum ersten stellvertretenden Bürgermeister und Wiebke Heine (SPD) zur zweiten Stellvertreterin gewählt. Beide übernehmen repräsentative Aufgaben und vertreten den Bürgermeister bei Abwesenheit.
Die Neugliederung reduziert administrative Doppelfunktionen und stärkt die Verantwortungsklarheit in der Stadtspitze. Die Umstellungen erfolgen in mehreren Phasen, wobei die meisten Änderungen bis Ende 2025 abgeschlossen sein werden. Der Rat erwartet, dass die neue Struktur die Effizienz steigert und die Betriebskosten mittelfristig verringert.






