Infineon baut Stellen in Warstein ab – Fokus auf Industrie statt E-Autos
Veronique HänelInfineon baut Stellen in Warstein ab – Fokus auf Industrie statt E-Autos
Infineon kündigt Stellenabbau am Standort Warstein an – Umstieg auf Industrieanwendungen
Nach dem Einbruch der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hat Infineon Stellenstreichungen an seinem Werk in Warstein angekündigt. Das Unternehmen verlagert seinen Fokus nun auf industrielle Anwendungen. Eine zentrale Rolle in dieser Neuausrichtung spielt die neue Produktlinie "EasyPACK C".
Wie Infineon bestätigte, wird eine dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen am deutschen Standort abgebaut. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, werden Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme angeboten. Gleichzeitig wird die Produktion von Leistungsmodulen am ungarischen Standort Cegléd gebündelt, um Überkapazitäten abzubauen.
Lediglich die Sparten Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur bleiben von den Kürzungen verschont. Die Umstrukturierung fällt mit der Vorbereitung auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal am 12. November zusammen. Investoren werden genau auf Details zur Schwächephase im Automobilsektor und zur Performance der neuen Industrieprodukte achten.
Die "EasyPACK C"-Module setzen auf Siliziumkarbid-Technologie und bieten eine höhere Leistungsdichte sowie eine deutlich längere Lebensdauer als ihre Vorgänger. Analysten erwarten, dass diese Innovation helfen wird, die Verluste aus dem schwächelnden E-Auto-Sektor auszugleichen.
Der anstehende Finanzbericht von Infineon wird zeigen, wie das Unternehmen den Rückzug aus dem Elektrofahrzeugbereich bewältigt. Der Erfolg der neuen Industrieprodukte könnte die zukünftige Ausrichtung des Konzerns prägen. Die Arbeitsplatzkürzungen und Produktionsanpassungen laufen bereits, um sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen.






