HyConnect: KI-Plattform revolutioniert Wasserstoffbetankung für Lkw-Flotten
Hans-Günther KlappHyConnect: KI-Plattform revolutioniert Wasserstoffbetankung für Lkw-Flotten
Neue digitale Plattform HyConnect soll Wasserstoffbetankung für Transport und Logistik optimieren
An der RWTH Aachen entwickelt der Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) eine neue digitale Plattform namens HyConnect, die die Wasserstoffbetankung im Transport- und Logistiksektor verbessern soll. Das Projekt zielt darauf ab, Kapazitätsbuchungen, Zahlungsabwicklungen und die Planungssicherheit zu vereinfachen. Gefördert wird es vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren.
Im Mittelpunkt der HyConnect-Initiative steht die Schaffung einer KI-gestützten Datenschnittstelle, die Flottenbetreiber mit Wasserstofftankstellen vernetzt. Durch die Integration von Nachfrageprognosen und Echtzeit-Verfügbarkeitsdaten soll die Plattform Planungsunsicherheiten verringern und Betriebskosten senken. Maximilian Bayerlein, Projektleiter bei PEM, betonte die Bedeutung eines nahtlosen Datenaustauschs zwischen IT-Systemen, um Ineffizienzen abzubauen.
Zunächst wird das Team einen Prototypen der KI-Schnittstelle entwickeln und testen, bevor das vollständige Kapazitätsmanagementsystem entworfen wird. Innerhalb der Projektlaufzeit ist eine Pilotphase vorgesehen, um die Leistung zu evaluieren. Professor Achim Kampker, Leiter des PEM-Lehrstuhls, wies darauf hin, dass die bestehende Wasserstoffinfrastruktur oft nicht über ausreichende Kapazitäten verfügt, was für Unternehmen logistische Hürden schafft. Neben der technischen Entwicklung wird HyConnect auch die Preiselastizität analysieren, um die Kostentransparenz und die Auswahl der Tankstellen zu optimieren. Ziel ist es, die Verbreitung von Wasserstoff-Lkw zu fördern, indem Risiken für Flottenbetreiber und Infrastrukturinvestoren verringert werden.
Die HyConnect-Plattform soll die Wasserstoffbetankung vorhersehbarer und kostengünstiger machen. Die Projektergebnisse könnten die Nutzung wasserstoffbetriebener Transportmittel vorantreiben und gleichzeitig den Ausbau der Infrastruktur unterstützen. Die Pilottests liefern vor einer möglichen breiten Einführung praxisnahe Daten.
