Hürths Lebensader Lux setzt auf Nachhaltigkeit durch Materialwiederverwertung und Forschungskooperationen
Dimitri EigenwilligHürths Lebensader Lux setzt auf Nachhaltigkeit durch Materialwiederverwertung und Forschungskooperationen
Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes in Hürth markiert einen entscheidenden Meilenstein im städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux. An seiner Stelle entstehen ein modernes Gebäude sowie ein neuer Platz mit Wasserspielen, Grünflächen und hochwertiger Ausstattung. Die Umgestaltung des Geländes unterstreicht das Engagement Hürths für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Vor dem Abriss wurden potenziell gefährliche Stoffe identifiziert und fachgerecht entsorgt. Zudem erfolgte eine Bestandsaufnahme wiederverwendbarer Materialien – entsprechend einem Beschluss des Planungsausschusses vom Dezember 2023. Dieser sah vor, dass die Stadt vor großflächigen Abrissarbeiten prüft, welche Materialien sich weiterverwenden lassen.
Ausgewählte Bauteile wie Metallplatten, Geländer, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke wurden separat gelagert. Da ein kommerzieller Verkauf dieser Materialien nicht rentabel war, arbeitete Hürth mit der RWTH Aachen und dem Unternehmen Construction Robotics zusammen. Die Materialien fließen nun in ein Forschungsprojekt im Rahmen der europäischen Initiative Target-X ein.
Auf dem 4.000 Quadratmeter großen Referenzbauplatz in Aachen werden die Materialien für innovative Forschung und Lehre genutzt. Diese Kooperation steht im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen und einer sinnvollen Ressourcenwiederverwendung.
Das Projekt zeigt, wie stark Hürth auf Wiederverwertung und ökologische Verantwortung setzt. Die Materialien aus dem ehemaligen AOK-Gebäude leisten einen Beitrag zu akademischer und industrieller Forschung, während der neue Platz und das moderne Gebäude das städtische Bild des Viertels bald neu prägen werden.






